BTHG

Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Häufig gestellte Fragen: Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes bringt einige Veränderungen für die rechtlichen Betreuer von Menschen mit Behinderungen mit sich.

Wir haben an dieser Stelle häufig gestellte Fragen gesammelt und Antworten darauf formuliert. Außerdem stellen wir rechtlichen Betreuern am Ende dieses Beitrags eine Checkliste zum Download zur Verfügung.

Lesen Sie hier die Pressemmitteilung der Hephata Diakonie mit weiteren Informationen zum Bundesteilhabegesetz.

Hat mein Betreuter künftig weniger Geld als zuvor?

Wer bisher den Bargeldbetrag und Bekleidungsgeld erhalten hat, soll auch zukünftig mindestens einen Betrag in dieser Höhe für seine persönlichen Bedürfnisse zur Verfügung haben – dafür machen wir als Hephata Diakonie uns stark. Was sich ändert, ist die Zuständigkeit der Behörden: Das Taschengeld wird künftig nicht mehr vom Landeswohlfahrtsverband, sondern vom jeweils zuständigen Sozialamt überwiesen.

Brauche ich unbedingt ein Konto für meinen Betreuten?

Ja, das Konto ist erforderlich, weil zukünftig alle Gelder, die Ihrem Betreuten zustehen (zum Beispiel Rente, Grundsicherung, Wohngeld oder WfbM-Lohn), direkt auf dessen Konto überwiesen werden. Ausnahmen von dieser Regel sind dann möglich, wenn sich aus dem Teilhabeplan (ITP) ein Unterstützungsbedarf Ihres Betreuten im Zusammenhang mit dem Umgang mit Geld ergibt.  

Wo muss ich was beantragen?

Ganz wichtig ist, dass Sie jetzt einen Antrag auf Grundsicherung bei Ihrem zuständigen Sozialamt stellen. Dieser ist Ihnen sicher bereits zugesendet worden. Sollte das noch nicht geschehen sein, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Sozialamt. Die Bescheinigung „Antrag auf Kosten der Unterkunft in besonderen Wohnformen“ („Mietbescheinigungen“) sind Ihnen von uns ausgefüllt zugesandt worden, diese fügen Sie dem Antrag auf Grundsicherung bei. Wenn Sie den Antrag bereits gestellt haben, reichen Sie die „Mietbescheinigung“ beim Sozialamt nach.

Keinen Antrag stellen müssen Sie für die Leistungen, die beim zuständigen Leistungsträger für Eingliederungshilfe verbleiben. Dies ist in Hessen der Landeswohlfahrtsverband (LWV).

Bitte beachten Sie unbedingt die Informationsschreiben, die Sie vom LWV erhalten.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen benötige?

Neben den zuständigen Behörden selber stehen Ihnen als Ansprechpartner die Mitarbeitenden der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) zur Verfügung. Die Kontaktdaten der EUTB für den Schwalm-Eder-Kreis finden Sie unter www.eutb-beratungsstelle.de. Gerne können Sie sich auch an uns wenden. Ansprechperson im Bereich Behindertenhilfe ist Simone Hoos, Telefon 06691 18-1516, E-Mail simone.hoos@hephata.de. Für den Bereich Soziale Rehabilitation: Martina Bergmann, Telefon 06691 91129-50, E-Mail martina.bergmann@hephata.de.

31.10.2019