Hephata - Gemeinde & Gemeinschaft
 
 
 
 
 
 
 
 

Engagement in der Flüchtlingshilfe

Koordination, Vernetzung und Förderung ehrenamtlicher Initiativen zur Flüchtlingsbegleitung im Einzugsgebiet Schwalmstadt – das sind die Ziele von Sozialmanagerin Clara Förster. Sie hat seit 1. Juli 2015 die neu geschaffene Stelle „Projektkoordination Ausbau Betreuungsstrukturen für Flüchtlinge“ bei Hephata inne.

Die Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata hatten sich beim Gesamtkonvent 2014 für die Schaffung der Stelle ausgesprochen. Diese wird nun für drei Jahre von der Aktion Mensch, sowie aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und von Hephata Diakonie finanziert.

"Ich suche eine Wohnung." - "Ich brauche für mein Kind einen Kita-Platz." - "Ich benötige Hilfe beim Termin auf dem Amt." - "Ohne Übersetzer verstehe ich beim Arztbesuch nur die Hälfte." -  Solche und andere Hilferufe hörten die sechs deutschen Familien, die ehrenamtlich den interkulturellen Spielkreis der Diakonischen Gemeinschaft Hephata organisieren, oft. Wo es ging, versuchten sie zu unterstützen.

So wurde der Spielkreis, der seit fast drei Jahren wöchentlich stattfindet, um Kinder und Eltern aus Deutschland und anderen Ländern im Spielen, Singen und Turnen zusammenzubringen, immer mehr auch zu einer Anlaufstelle für Flüchtlingsfamilien der Umgebung. Denn eine vergleichbare Stelle gab es für die zirka 1.400 Flüchtlinge im gesamten Schwalm-Eder-Kreis nicht. Zwar unterhält das Diakonische Werk des Schwalm-Eder-Kreises eine Flüchtlingsberatung, auch engagieren sich Ehrenamtliche des Arbeitskreises für Toleranz und Menschenwürde in Schwalmstadt und Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. Aber eine übergreifende und vernetzende Stelle existierte nicht.

„Irgendwann gingen aber Anzahl und Vielfalt der Fragen über die Möglichkeiten der Organisatoren des Spielkreises hinaus“, sagt Diakon Björn Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. „Es klappte einfach nicht mehr, die Probleme ehrenamtlich und nebenbei zu lösen.“ Es wuchs die Idee, die Stelle einer hauptamtlichen Flüchtlingsbegleitung einzurichten. Beim Gesamtkonvent im vergangenen Jahr stimmten die Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata dafür und beantragten eine Förderung bei der Aktion Mensch. Der Weg für die Projektkoordination war frei. „Es geht darum, die Flüchtlingsbegleitung zielführender zu gestalten als bisher. Ehrenamtliche zu gewinnen, zu vernetzen und zu koordinieren. Es geht um eine konkrete Begleitung und Unterstützung“, sagt Björn Keding.

Aktuell liegt der Schwerpunkt der Arbeit in der Vernetzung der unterschiedlichen Initiativen. Dazu hat sich das Forum-Asyl.Schwalmstadt gegründet - auf dessen Internetseiten finden Interessierte Möglichkeiten zur Mitwirkung. Aktuelle Neuigkeiten über das Engagement der Hephata Diakonie in Sachen Flüchtlingshilfe finden sich zudem in der Rubrik "Nachrichten".