Hephata - Organisation
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Aufnahme

Die Behandlung in der Fachklinik Weibersbrunn gliedert sich in drei Abschnitte

  • Aufnahmephase
  • Behandlungsphase
  • Vorbereitung auf die Entlassung

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 8 bis 15 Wochen, eine Verlängerung ist möglich.

Grundvoraussetzung zur Aufnahme in die Klinik ist das Vorliegen einer Abhängigkeitserkrankung; außerdem eine vor der Aufnahme durchgeführte stationäre Entgiftungsbehandlung. Wir helfen gerne bei der Vermittlung eines entsprechenden Entgiftungsplatzes.

Sind Sie schon länger abstinent, dann genügt es, wenn Ihr Hausarzt dies bescheinigt.

Weitere Voraussetzung für eine Aufnahme ist die Kostenzusage des Leistungsträgers

Indikationen

In der Fachklinik Weibersbrunn werden erwachsene Männer und Frauen mit Abhängigkeitserkrankungen behandelt. Das Indikationsspektrum umfasst die Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit oder die Abhängigkeit von Suchtmittelkombinationen.

Aufgenommen werden Patienten mit

•Alkoholabhängigkeit
•Medikamentenabhängigkeit
•zusätzlichem Konsum illegaler Drogen aktuell oder in der Vorgeschichte
•nicht stofflicher Abhängigkeit als Zweitdiagnose (pathologisches Glücksspiel, Internetabhängigkeit, Kaufsucht)
•psychiatrischer Erkrankung als Zweitdiagnose (Psychiatrische Erkrankungen sind zum Beispiel: Depressionen, Angst-Erkrankungen, Folgen von traumatischen Lebensereignissen, psychosomatische Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen)

Kontraindikationen

Nicht aufgenommen werden können Patienten mit
•schweren körperlichen Erkrankungen, die eine regelmäßige Teilnahme am Therapieprogramm unmöglich machen
•ausgeprägten hirnorganischen Beeinträchtigungen, die eine regelmäßige Teilnahme am Therapieprogramm unmöglich machen
•derzeit im Vordergrund stehender Abhängigkeit von illegalen Drogen (Aufnahme in Ausnahmefällen nach individueller Absprache möglich)
•akuter Suizidalität
•akuter Psychose

Voraussetzungen

Die Belegung unserer Klinik erfolgt durch Rentenversicherungsträger und durch Krankenversicherungen. Für Beamte ist die Behandlung beihilfefähig, auch privatversicherte Patienten und Selbstzahler werden aufgenommen.

Vor der Aufnahme bei uns benötigen wir die Zusage eines Leistungs- oder Kostenträgers. Voraussetzung für eine solche Zusage ist in der Regel ein Sozialbericht sowie ein Arztbericht, die beim jeweiligen Kostenträger mit der Antragstellung eingereicht werden.

Wenn die Kostenzusage bei uns eintrifft, erhalten Sie ein Schreiben von uns, in dem wir Ihnen den Aufnahmetag sowie weitere Informationen zu Ihrer Aufnahme und Behandlung mitteilen. Vor Therapieantritt setzen wir uns mit Ihnen noch einmal telefonisch in Verbindung. Wir begrüßen es, wenn Familienangehörige oder professionelle Helfer/Berater Sie am Aufnahmetag in die Klinik begleiten und einen Kontakt mit uns herstellen.

Therapieformen

Bei uns haben Sie die Wahl zwischen verschiedene Therapieformen
•Stationäre Therapie
•Ambulante Therapie
•Kombinationstherapie
•Festigungs- und Auffang-Therapie

Stationäre Therapie

Die stationäre Therapie ist die am häufigsten durchgeführte Form der Therapie: Sie findet nach den vorgenannten Indikationen und Voraussetzungen hier in unserer Fachklinik statt. Der Patient bleibt während des gesamten Zeitraumes Bewohner des Hauses.

Es besteht die Möglichkeit, in einer teilstationären Schlussphase von bis zu vier Wochen die eingeleiteten Verhaltensänderungen zu erproben. Hierfür steht uns ein Außen-Wohnbereich in Weibersbrunn zur Verfügung.

Ambulante Therapie

Wir bieten außerdem die Möglichkeit einer rein ambulanten Therapie in unseren angeschlossenen Fachambulanzen. Die Behandlung wird durch eine offene Informations- und Motivationsgruppe vorbereitet. Als ambulante Therapie dauert sie in der Regel 40 Wochen, als ambulante Nachsorge 20 Wochen.

Kombinationstherapie

Die Kombinationstherapie als neuere Behandlungsform vereint die Vorteile der ambulanten und stationären Therapie. Ein zielgerichtetes, problemorientiertes und zeitlich begrenztes Behandlungsangebot mit dem Ziel dauerhafter Abstinenz.

Die Kombinationstherapie ist geeignet für:
•Menschen, bei denen eine kurzzeitige Herausnahme aus einem belastenden sozialen Umfeld erforderlich erscheint; wobei die stationäre Phase die Abstinenzfähigkeit stärken soll.
•Menschen, die wegen häufiger Rückfälligkeit oder sonstigen Krisen einen Ausstieg aus dem gewohnten Lebensumfeld benötigen; schnelle Entlastung erreicht werden soll.
•Menschen, die aus persönlichen Gründen keine längere stationäre Behandlung durchführen würden, für die aber eine ausschließliche ambulante Behandlung nicht ausreichend erscheint.

Die Kombinationstherapie besteht aus einem 8-wöchigen stationären und einem ambulanten Behandlungsteil mit 40 Behandlungseinheiten. Die Gesamtbehandlungsdauer beträgt bis zu 52 Wochen. Je nach den individuellen Erfordernissen kann mit einer ambulanten Phase oder dem stationären Aufenthalt begonnen werden. Die Kombinationstherapie endet immer mit einem ambulanten Behandlungsabschnitt.

 

Festigungs- und Auffang-Therapie

Für Suchtkranke, die in der Vergangenheit eine Therapie abgeschlossen haben, bietet die Fachklinik Weibersbrunn die Möglichkeit einer sechswöchigen Festigungstherapie. Eine solche Therapie ist beispielsweise sinnvoll, wenn sich persönliche, familiäre oder berufliche Situation krisenhaft zuspitzen. Hier kann die Therapie helfen, bevor es zu einem Rückfall kommt.

Ist der Patient bereits rückfällig geworden, bieten wir ihm eine achtwöchige Auffangtherapie.

Für diese therapeutische Behandlung sind eine Antragstellung und die Kostenzusage des jeweiligen Leistungsträgers notwendig.