Hephata - Organisation
 
 
 
 
 
 
 
 

Spezielle Angebote

Frauen

Frauen, die in ihrem Leben mit Männern viele Missbrauchs- und Gewalterfahrungen gemacht haben, brauchen einen geschützten und angstfreien Raum, um über diese Erfahrungen offen reden zu können. Für sie gibt es in der Fachklinik Weibersbrunn als Angebot eine Frauengruppe.

Paare

Wir behandeln auch suchtmittelabhängige Paare. Vereinbarungen zum Behandlungssetting werden im Detail mit dem Paar und der einweisenden Stelle getroffen.

Spätaussiedler

Hier beruht unser Konzept auf einer Würdigung des kulturellen und sozialen Kontextes dieser Patientengruppe. Die Behandlung ist integrativ, das heißt, die Patienten sind in ihre jeweilige Therapiegruppe eingebunden und nehmen dort die obligatorischen Maßnahmen war. Darüber hinaus treffen sie sich in der Indikationsgruppe „Integration“. Zusätzlich bieten wir Deutschunterricht an.

junge Erwachsene

Neben der Alkohol-, Drogen- und Medikamentenproblematik berücksichtigen wir in dieser Gruppe auch die spezifischen Aspekte und Probleme des jüngeren Lebensalters.
Die jungen erwachsenen Patienten werden in einer regulären Bezugsgruppe integriert und nehmen an allen psychotherapeutischen, medizinischen und sportlichen Betätigungen teil. Darüber hinaus gibt es für sie die erlebnispädagogische Indikationsgruppe, jeden zweiten Samstag für mehrere Stunden: Über Aktionen und Aktivitäten erleben die Patienten hier Lebensfreude in nüchternem Zustand.
Neben dem Bezugstherapeuten in der Gruppentherapie, hat jeder Patient auch einen Bezugstherapeuten in der Arbeitstherapie.

Senioren

In der Behandlung von Senioren berücksichtigen wir die spezifischen psychosozialen Faktoren und Probleme des höheren Lebensalters. Gemäß unserem Seniorenkonzept nehmen die Patienten am verbindlichen Therapieprogramm teil. Gemeinsam erarbeiten wir eine sinngebende Tagesstrukturierung und regen Aktivitäten an, z.B. eine ehrenamtliche Betätigung nach Beendigung der Therapiemaßnahme. Die Indikationsgruppe „Neubeginn“, geleitet von einem lebenserfahrenen Therapeuten, dient auch der Aufarbeitung spezifischer Problem- und Fragestellungen lebensälterer Patienten.

Psychiatrische Zweitdiagnosen

Wir bieten auch die Behandlung von Patienten und Patientinnen mit „Doppeldiagnosen“ an. Unter „Doppeldiagnose“ ist zu verstehen, dass zusätzlich zur Suchterkrankung eine psychiatrische Erkrankung besteht, z.B. eine Depression, Angsterkrankung, psychotische Erkrankung oder Persönlichkeitsstörung.
Die Therapieplanung erfolgt in enger Kooperation zwischen unserem ärztlichen Leiter und dem therapeutischen Leiter. Psychotherapeutisch werden Patienten mit „Doppeldiagnosen“ in die übrigen Gruppen der Patienten integriert. Bei jedem Patienten wird überprüft, ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist. Arbeits-, Sport- und Beschäftigungstherapie passen wir an die Möglichkeiten des jeweiligen Patienten an. Generell ist bei dieser Patientengruppe mehr Flexibilität nötig – bei der Therapieplanung genauso wie beim Umgang mit unseren internen Regeln.
Wenn sich der Zustand eines Patienten mit psychiatrischer Zusatzerkrankung gravierend verschlechtert, z.B. akute Suizidgedanken, selbstverletzendes Verhalten oder schwerwiegendes psychotisches Erleben, dann erfolgt die Verlegung in eine psychiatrische Klinik.

Missbrauch illegaler Drogen

Voraussetzung für die Behandlung in unserer Klinik ist ein hauptsächliches Suchtproblem mit einer „legalen Droge“, das heißt eine bestehende Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit. Viele, insbesondere jüngere Menschen, konsumieren zusätzlich jedoch auch Cannabis, Kokain oder andere „Partydrogen“ (Amphetamine, Ecstasy, LSD oder ähnliches). Ebenso gibt es viele Menschen, die zum jetzigen Zeitpunkt ein Problem mit Abhängigkeit von Alkohol oder Medikamenten haben, in der Vergangenheit aber von illegalen Substanzen, z.B. Heroin, abhängig waren.
Für diese Patienten mit derzeitiger Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit und begleitendem oder früherem Konsum illegaler Substanzen bieten wir ein spezielles Behandlungskonzept an. Voraussetzung für eine solche Behandlung ist die Abstinenz von illegalen Drogen und gegebenenfalls eine Entgiftung, die der Behandlung bei uns vorausgeht.

Patienten aus der Region

Patienten haben die Möglichkeit, nach vierwöchigem Aufenthalt das Wochenende (von Samstag auf Sonntag) nach Absprache mit dem Personal Zuhause zu verbringen. So kann der Patient während der Therapie die Beziehung zu seinen Angehörigen und andere soziale Kontakte pflegen. Falls es dabei zu Konfrontationen oder Stress-Situationen kommt, wird das Geschehen im Rahmen der Therapie direkt bearbeitet.

MPU Vorbereitung

Sie haben wegen dem Konsum von legalen oder illegalen Substanzen Ihren Führerschein verloren! Für Ihre eingeleitete Abstinenz benötigen Sie beruflich oder familiär Ihren Führerschein. Unter professioneller Begleitung (anerkannter Verkehrspsychologe) erfolgt eine qualifizierte Vorbereitung auf die MPU, um die Begutachtung mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

Ernährungsberatung

Gesunde Ernährung

Die Klinik bietet eine gesunde und ausgewogene Ernährung an. Fleisch, Eier und Kartoffeln beziehen wir, soweit möglich, aus landwirtschaftlichen Betrieben und Einrichtungen des Trägers, die ökologisch nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet werden.

Der Bereich der Ernährungsberatung setzt sich aus vier Bausteinen zusammen - jeweils durchgeführt durch fachlich geschulte Mitarbeiter:

Indikationsgruppe Gesunde Ernährung
Diese Gruppe findet in 14-tägigen Abständen statt, wechselt alle 6 Wochen und ist für die Patienten verpflichtend. Die 90-minütigen Treffen werden individuell auf die Rehabilitanden abgestimmt und beinhalten u. a. Themen wie vollwertige Ernährung, Einkaufstraining, Ernährungspyramide, Ideen für die Alltagsküche, kostengünstig kochen oder Essen und Schichtarbeit. Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, erhalten die Patienten eine Mappe für Zuhause, die die verschiedenen Themen rund um eine gesunde Ernährung behandelt und die auch im Alltag beim Umgang mit Lebensmitteln helfen soll.

Indikationsgruppe Kochkurs
Die ersten beiden der insgesamt 6 teilnahmepflichtigen Treffen (a 2 Stunden) widmen sich der Theorie rund ums Kochen. Hier werden Themen behandelt wie Basisausstattung einer Küche, Grundvorrat von Lebensmitteln, richtig und gesund einkaufen, Basishygiene und was sagen mir Verpackungsangaben und Zutatenlisten. Ab dem dritten Treffen lernen die Patienten in der Praxis den richtigen Umgang mit und das Zubereiten von Lebensmitteln, z. B. Cremesuppen, klare Suppen, Salate mit verschiedenen Dressings, warme und kalte Soßen, Verarbeitung von Fisch und Fleisch sowie Desserts und Powerdrinks. Auch hier erhalten die Teilnehmer eine Mappe mit den wichtigsten Themen sowie Rezepten für Zuhause.

Ernährungsinformation und Vorträge
Einmal wöchentlich findet eine Ernährungsinformation oder ein Vortrag statt. Die Rehabilitanden sind verpflichtet, an mindestens zwei solcher Veranstaltungen teilzunehmen, ab einem Aufenthalt von 15 Wochen dreimal. Themen der 45-minütigen Vorträge und Ernährungsinfos sind u. a. Alkohol in Lebensmitteln, vollwertige Ernährung, Außenseiter Diäten, Biolebensmittel und was steckt dahinter, vegetarische Gerichte, Nahrungsbestandteile, Fette und Öle, Verdauungsorgane und ihre Aufgaben, Vitamine, Speiseplangestaltung, saisonale und regionale Produkte, Einkaufstraining sowie Essen und Psyche.

Einzelberatungen
Die auf jeden Patienten individuell abgestimmten Einzelberatungen werden vom Arzt oder einer Krankenschwester medizinisch verordnet. Die Dauer einer Beratung liegt zwischen 30 und 45 Minuten und erfolgt durch fachlich geschultes Personal. Themen sind Krankheiten und Beschwerden, die ernährungsbedingt sind oder bei denen Ernährungsaspekte eine wichtige Rolle spielen, wie z. B. Adipositas, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Zöliakie, Lactoseintoleranz, Divertikulose, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Pankreatitis, Diarrhoe, Z. n. Magen- oder Darmresektion,