GB Förderschulen
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsschüler setzten eigene Projekte um

Die Voraussetzungen für den Unterricht im Freien sind da: Die Mitwirkenden beim Projekt Outdoor-Klassenraum.

Die Projektwoche in der Friedrich-Trost-Schule, der Berufsschule der Hephata-Förderschule, brachte neue Erfahrungen und positive Nebeneffekte.

Wie erfolgreich es sein kann, Schüler eigene Ideen entwickeln und umsetzen zu lassen, hat sich wieder bei der jüngsten Projektwoche der Friedrich-Trost-Schule gezeigt. Die Friedrich-Trost-Schule ist die Berufsschule der Hephata-Förderschule. „Das Projekt schreit nach Wiederholung“, war das Resümee von Sascha Gömpel.

Bei der Abschlussveranstaltung der Projektwoche stellte der Förderschullehrer kürzlich die vier entstandenen Projekte vor: Einen beweglichen Klassenraum für draußen, einen festen, wassergebundenen Platz für eine neue Tischtennisplatte, Sitzbänke aus Holz für den Schulflur sowie das kulinarische Projekt, das dafür sorgte, dass während der Woche niemand hungern musste. Dabei kamen die Ideen von den Schülern selbst: Der Wunsch, bei schönem Wetter auch mal draußen Unterricht zu ermöglichen, führte zur Idee, einen Outdoor-Klassenraum mit zwei mobilen, sechseckigen Tischbänken sowie einer fahrbaren Tafel zu bauen. Vom Entwurf bis zur rostfreien Verarbeitung – „das haben die Schüler alles selbst konstruiert“, so Gömpel. Während der mobile Klassenraum im Fachbereich Metallbau entstand, bauten die Schüler des Garten- und Landschaftsbaus einen wassergebundenen Platz als Untergrund für eine Tischtennisplatte. „Die Bodendecke eignet sich auch gut zum Boule-Spielen“, so Förderschullehrer Horst Brixius vom Garten-und Landschaftsbau.

„Ich war anfangs etwas skeptisch, ob das klappt, aber meine Begeisterung wuchs mit jedem Projekttag“, sagt Elisabeth Schindelmann, Abteilungsleiterin Berufsschule. Das Besondere: Die Schüler durften sich frei einwählen in die Projekte, unabhängig vom Gewerk. So kam es vor, dass ein Metaller half, das Frühstücksbuffet herzustellen, und ein Auszubildender im Garten- und Landschaftsbau an den neuen Sitzbänken arbeitete.  Während das Gros der Schüler nur an ihrem Berufsschultag an dem Projekt arbeitete, waren Einzelne wie der Auszubildende Marcel Mai als Vorarbeiter eine ganze Woche lang für die neue Bodendecke, den Outdoor-Klassenraum, die neuen Sitzbänke und das Projekt Ernährung zuständig. „Ich fand‘ es sehr gut“, sagt Mai abschließend. Er habe es genossen, von Beginn an für ein Projekt verantwortlich zu sein und mit vielen Schülern zusammen zu arbeiten. Und dass die Projektwoche für alle nicht nur eine gute Erfahrung war, sondern auch einen nützlichen Nebeneffekt hatte, erfreut auch Sascha Gömpel: „Mit ihren selbst geschaffenen Sachen gehen die Schüler äußerst pfleglich um.“ (red)

08.11.2017 / red