Die Gärtnerei innerhalb der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung bietet ihm schon damals genau das, was er gesucht hatte. Hier erhält er die Chance seines Lebens und eine kreative und vielseitige Arbeit.

Mittlerweile kennt Martin Wagner die Gärtnerei „wie seine eigene Westentasche“. Seit 30 Jahren arbeitet der 49-Jährige bereits hier und hat schon in allen Bereichen fleißig angepackt. Von der Aussaat bis zum Tannenbaum- Verkauf im Advent. Am liebsten aber ist er im Laden beschäftigt - direkt bei den Menschen, die aus der ganzen Region in die Schwalmstädter Bio-Gärtnerei kommen, um sich und ihre Familien mit all dem Guten zu versorgen, was die Gärtnerei und die Werkstätten der Hephata Diakonie herstellen.

Die Hephata-Gärtnerei ist eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Hier arbeiten mehr als 50 Beschäftigte mit Behinderung. In fünf Gewächshäusern, drei Folienhäusern und auf einer großen Außenfläche ziehen sie ganzjährig Blumen, Pflanzen, Kräuter und Gemüse in Bioqualität. In den Wintermonaten sind die eigens gezogenen Weihnachtssterne überregional beliebt. In dem kleinen zugehörigen Blumenladen hat Martin Wagner seinen Arbeitsplatz. In den Beratungsgesprächen mit den Kunden kann Martin Wagner seine ganze Erfahrung und sein Wissen um die Eigenschaften jeder Blume, den Geschmack der einzelnen Kartoffel- und Gemüsesorten einbringen.  Mit viel Geduld geht er auf Kundenwünsche ein und versucht, fast alles möglich zu machen. Denn die Arbeit ist für ihn mehr als nur ein „Job“.

„Kunden bedienen und beraten, das liegt mir! Ich freue mich immer, wenn ich jemanden glücklich gemacht habe.“

Martin Wagner, Hephata-Gärtnerei

Doch der Laden ist mittlerweile für die Fülle an Produkten und die Nachfrage der Kunden zu klein geworden. Mit dem Bau eines neuen „Verkaufsgewächshauses“ geht für Martin Wagner und die anderen Mitarbeitenden ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Denn unmittelbar neben den Gewächshäusern der Hephata Gärtnerei laufen derzeit schon die Vorbereitungen für den Bau des neuen Verkaufsladens. Auf mehr als 200 Quadratmetern möchten wir unsere Bio-Produkte anbieten, verkosten und für Kunden aus der Region besser erreichbar sein. Zugleich schaffen wir Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Denn sie werden es sein, die Regale auffüllen, Beratungsgespräche führen, verkaufen und kassieren.

Wir wollen für Menschen mit Behinderungen in jeder Lebenslage da sein und ihnen vielfältige berufliche und persönliche Perspektiven eröffnen. Damit diese Arbeit gesichert werden kann, bitten wir um Ihre Weihnachtsspende für unsere Werkstätten