Insektenhotels Zechenhof

Markus Breul (von links), Manuela Helfrich, Rolf Schmitt, Arbeitsgruppenleiter Axel Horn und Betriebsleiter Kim Noack zeigen das Baumaterial und ein fertiges Insektenhotel.

Hephata - Pressemitteilung

Hotelbau für Biene und Co.

Klienten des Zechenhofs der Sozialen Rehabilitation Hephatas schaffen insektenfreundlichen Lebensraum.

„Wir haben die zwiebelfreie Zeit dazu genutzt, etwas Sinnvolles für die Natur zu tun“, sagt Axel Horn, Arbeitsgruppenleiter auf dem Zechenhof der Sozialen Rehabilitation in Nassenerfurth. Dabei zeigt er mit einer ausholenden Geste über den Hof in Richtung Werkstatt. Der Blick fällt auf eine Grünfläche, in der sich bereits erste Blüten zeigen, wandert über das große, runde Beet voller Lavendel und Rosen und endet am Eingang zur Werkstatt. Im Rondell steht ein Insektenhotel, Bienen und Hummeln schwirren zwischen den Blüten umher.

Die Insektenhotels entstehen in der Werkstatt des Zechenhofes, auch die Blühflächen hat eine Gruppe von Klienten und Mitarbeitenden angelegt – „Team Biene“, wie Horn lachend sagt. „Team Biene“ ist schon morgens nach dem Aufstehen aktiv. Regelmäßig gibt es Gymnastik und Spaziergänge, um den Körper in Schwung zu bringen. „Während der Spaziergänge sammeln wir Material für die Insektenhotels: Kiefernzapfen, Rundhölzchen und Grashalme“, erklärt Axel Horn. Seit 2017 stehen einige Bienenvölker einer Bio-Imkerin auf dem Zechenhof. Diese brachten Betriebsleiter Kim Noack auf die Idee für das Bienen- und Insektenprojekt.

Bevor im Juli die Zwiebelsaison auf dem Zechenhof beginnt, hat sich eine Gruppe von Klienten den Bienenprojekten gewidmet. Beim Bau der kleinen Insektenhotels sind sie inzwischen ein eingespieltes Team: Manuela Helfrich schneidet Gras und Äste zu, Markus Breul bereitet weiteres Füllmaterial vor und Rolf Schmitt befüllt anschließend die Fächer. Für den „Rohbau“ der Insektenhotels wird Holz aus der Holzwerkstatt Fritzlar gekauft. „Das Projekt ist langfristig angelegt“, sagt Axel Horn und deutet auf ein im Bau befindliches Insektenhotel. „Der Inhalt kann ausgetauscht werden, wenn er verbraucht oder durch Verwitterung nicht mehr vollständig ist.“

Der Zechenhof bietet insgesamt 23 Wohnplätze für chronisch abhängigkeitskranke Menschen, davon 18 im Stammhaus und 5 weitere in der Außenwohngruppe. Rund 20 Arbeitsgelegenheiten ermöglichen den Klienten, ihren Alltag zu gestalten und ihren Tagesablauf zu strukturieren. Im Mittelpunkt steht der Abpackbetrieb für Bio-Speisezwiebeln. „Pro Saison – von Juli bis April – verpacken wir etwa 120 Tonnen Zwiebeln für den Großhandel“, erklärt Patricia Meyfahrth-Beckmann, Mitarbeiterin im Bereich Wohnen. „Jede Zwiebel geht durch eine Menschenhand“, ergänzt Horn. Im Herbst werden auf dem Zechenhof zusätzlich Bio-Hokkaidokürbisse für den Verkauf vorbereitet. Weitere Arbeitsgelegenheiten bietet der Bereich Hauswirtschaft: Frühstück und Abendbrot zubereiten, Raumpflege und Wäsche sowie Gartenarbeiten gehören dazu. „Wer den entsprechenden Führerschein besitzt, übernimmt im Fahrdienst tägliche Fahrten“, sagt Axel Horn.

Bevor die „heiße Phase“ der Zwiebelsaison in wenigen Wochen beginnt, sollen noch einige Insektenhotels fertig werden. Wer selbst eines der kleinen Häuschen in seinem Garten aufstellen möchte, kann sich an Axel Horn und seine Kolleginnen und Kollegen wenden.

  • Die Insektenhotels werden zusammen mit weiteren Hephata-Produkten ab 4. Juli im „Für Uns“-Verkaufswagen auf dem Wochenmarkt in Borken (8 bis 13 Uhr) verkauft. Preis: 25 Euro.
  • Die Insektenhotels sind ab sofort auch im SB-Laden auf dem Hephata-Stammgelände in Schwalmstadt-Treysa (Elisabeth-Seitz-Str. 2, Öffnungszeiten: montags, mittwochs und freitags von 8 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags von 8 bis 13 Uhr) erhältlich.

28.06.2019