Hephata - Pressemitteilung

Ein Engel für die Bürgermeisterin

Die Outsider-Kunst ist kein Außenseiter mehr, sondern eine eigene internationale Kunstszene. Die trifft sich alle zwei Jahre im Kunsthaus Kannen in Münster. Mit dabei  waren Mitglieder des „Atelier Winterwerkstatt“ des Marta-Mertz-Hauses.

„Wir wussten vorher nicht so richtig, was uns erwarten würde“,  sagt Arbeitsanleiter Diakon Anselm Treu. Er leitet die Winterwerkstatt im Marta-Mertz-Haus (MMH) im Geschäftsbereich Soziale Rehabilitation und war zusammen mit den vier Künstlern André Nolte, Heiko Ludwig, Jens Koester und Thomas Schepp nach Münster gereist, um dort an der Ausstellung „2x2 Forum für Outsider Art“ teilzunehmen. Für die Teilnahme an der Ausstellung hatte sich das „Atelier Winterwerkstatt“ bewerben müssen. Längst nicht alle, die wollten, durften auch ausstellen. Insgesamt waren 20 Kunstschaffende vertreten, aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Cuba, Korea, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz. Sie alle haben seelische oder geistige Behinderungen und stehen deswegen oft noch immer am Rande der Gesellschaft. Ihre Kunst hingegen nicht.

„Es war eine internationale Messe, auf der viel Englisch gesprochen wurde. Für uns war es eine Horizonterweiterung und ein tolles Erlebnis“, so Anselm Treu. „Wir haben sogar in der Vernissage das erste Kunstwerk der Messe verkauft. Herr Nolte hat Münsters Bürgermeisterin Wendela-Beate Vihljalmsson einen Engel verkauft“, erzählt Treu. Insgesamt fanden acht Engel ein neues Zuhause. „Es gab vor allem viele Gespräche am Stand mit einem interessierten Fachpublikum. Man merkt, dass das Museum und die Szene etabliert sind. Das war schön zu erleben“, so Treu.

24.10.2019