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Eva Riedinger ist die neue Zentralbereichsleiterin

Eva Riedinger ist seit dem 1. Dezember die neue Leiterin des Zentralbereichs Wirtschaft und Versorgung. Sie folgt auf Inge Fleschenberg, die zum 30. November in Ruhestand ging.

„Ich will eine authentische und wertschätzende Leitung sein, mit Mitarbeitenden zusammen Ideen entwickeln, Kooperationen schaffen - und das Gesundheitsmanagement voranbringen.“

Der Bereich Wirtschaft und Versorgung zählt aktuell 240 Mitarbeitende in fünf Abteilungen – Eva Riedinger (50) kennt den Bereich seit 22 Jahren. Auf den Tag genau, am 1. Dezember 1996, begann sie nach einer Ausbildung zur Hauswirtschaftsleiterin und dem anschließenden Studium der Ökotrophologie im Zentralbereich. Sie hatte die Projektaufgabe, ein Warenwirtschaftssystem einzuführen, damals noch mit Büro im Obergeschoss des Handwerkerhauses. Mit dem Umzug in das neu gebaute Speisen- und Versorgungszentrum 1998 übernahm Riedinger zusätzlich die Leitung der Versandabteilung.

Nach einem einjährigen Intermezzo in der EDV, um in der Sozialen Rehabilitation das Warenwirtschaftssystem CAT bei Alsfelder Biofleisch einzuführen, absolvierte sie eine Ausbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität. Als frisch geprüfte QM-Beauftragte widmete sie sich ab Dezember 2005 neben dem Versand auch mit einer halben Stelle dem Qualitätsmanagement im Bereich. Fünf Jahre später wurde sie die Ständige Vertretung der Zentralbereichsleiterin. Zu einer Neusortierung von Aufgaben kam es 2014 durch die Eingliederung des Bereichs Reinigung aus der Behindertenhilfe mit 80 Mitarbeitenden. Eva Riedinger war seitdem als Ständige Vertretung für die Wäscherei, die Zentrale Hauswirtschaft und das Qualitätsmanagement zuständig.

„Es ist also nicht der totale Break“, sagt sie lachend. Überhaupt steht Zusammenkommen statt Unterbrechen für sie im Vordergrund: „Wie können wir gemeinsam gestalten? Wie können wir mit anderen Bereichen enger zusammenarbeiten?“, das seien Fragen, die sie beschäftigten. „Wir haben es im Bereich mit abnehmenden Essenszahlen für die Küche und Ausgabestellen sowie mit rückläufigen Wäschemengen zu tun. Während die Hauswirtschaft stetig wächst und der SB-Laden auf einem konstanten Niveau ist. Wir müssen genau analysieren, was wirtschaftlich und machbar ist. Mir ist es sehr wichtig, die Arbeitsplätze hier zu sichern“, so Riedinger.

Ein Lösungsansatz sei die Kooperation mit den anderen hauswirtschaftlichen Bereichen Hephatas, in der Behindertenhilfe und der Berufshilfe. „Wir sind angefragt worden, ob wir für die Ordination der Pfarrer in Ziegenhain 2019 das Catering übernehmen können. Alleine ginge das nicht, aber in Kooperation mit der Berufshilfe könnten wir das leisten“, sagt Riedinger. Die Kooperation soll auch bei der gemeinsamen Qualifizierung von Fachkräften intensiviert werden. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit einem Jahr mit dem Thema.

Ein anderer Lösungsansatz ist die weitere Öffnung des Zentralbereiches. „Wir müssen überlegen, was können wir für andere Zielgruppen an Dienstleistungen übernehmen?“ Beispielsweise beliefere der Bereich fünf Schulen mit Mittagessen, auch ein Projekt wie die zweijährige Komplett-Versorgung der Handwerker beim Tunnelbau der Autobahn bei Rommershausen sei ein gutes Beispiel.

Eine weitere große Aufgabe sieht die 50-Jährige in der Gesundheitsfürsorge für ihre Mitarbeitenden. „In Absprache mit der MAV werden im kommenden Jahr während und außerhalb der Dienstzeiten für alle Mitarbeitenden Kurse zum Gesundheitsmanagement angeboten. Mir ist es wichtig zu zeigen, wie wichtig die Prävention für sich selbst ist.“ Denn auch im Zentralbereich, in dem viele Mitarbeitenden 50 Jahre und älter seien, sei eine Arbeitsverdichtung deutlich zu merken. Sie selbst habe einen guten Gegenpol mit Sport und Musik gefunden. Zweimal in der Woche geht sie ins Fitness-Studio, singt in Projektchören und leitet den Madrigal-Chor Treysa, spielt selbst auch Geige.

„Wie gehe ich mit meinen Ressourcen um, wie gehe ich mit den Ressourcen meiner Mitarbeitenden um, das sind für mich wichtige Fragen“, sagt Eva Riedinger. Als berufstätige Mutter einer Tochter und zweier Söhne weiß sie nur zu gut, wovon sie spricht: „Ich werde Sorgen und Ideen ernstnehmen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Auch das gehört für mich zum Leben christlicher Werte.“

 

30.11.2018 / red