Hephata - Pressemiteilung
 
 
 
 
 
 
 
 

Im Dunst der Küche

Ein Bild der neuen, barrierefreien Küche

Die beiden Dozentinnen Ilona Seibel und Dorothea Böcher-Burkart (von links) in der neuen Küche, die für die Ausbildung und pädagogische Arbeit mit Klienten dienen wird.

Auf dem Campus der Hephata-Akademie für soziale Berufe gibt es nun eine barrierefreie Küche.

Viele Köche verderben den Brei? Nicht so bei der Hephata-Akademie für soziale Berufe. Auf deren Campus entstand unter Beteiligung von Auszubildenden, Dozenten, Hauswirtschafterinnen, Baubüro und Architekten eine barrierefreie Lernküche. Sie wurde am vergangenen Donnerstag eröffnet.

„Das Projekt Küche hatte einen  langen Weg“, fasste der Leiter der Hephata-Akademie, Pfarrer Dr. Martin Sander-Gaiser die zweijährige Entstehungsgeschichte zusammen. Die Idee zur Küche entstand im Sommer 2015 in einem Unterrichtsprojekt der berufsbegleitenden Erzieherausbildung an der Akademie. Dozentin Delia Henss entwickelte damals mit den Auszubildenden die Vision eines Treffpunkts auf dem Campus, der Lernen, Leben und Inklusion miteinander vereinen sollte. Im Laufe von zwei Jahren und mehreren Workshops entwickelte sich daraus eine „Kitchen for all user“.

Sander-Gaiser dankte vor allem den beiden Dozentinnen Dorothea Böcher-Burkart und Ilona Seibel. Die beiden Dozentinnen sind die Köpfe der „Küchenaktivistinnen“, eine Gruppe aus Dozentinnen, Dozenten, Auszubildenden, Kolleginnen aus der Hauswirtschaft und dem Baubüro Hephatas, Architekten und der Firma electroplus küchenplus Plag, die sich um die Umsetzung der Küchenidee gekümmert hatten. Damit werde die Akademie zum einen ihrem Anspruch, ein gesundheitsbewusster und ökologischer verantworteter Ausbildungsstandort zu sein, gerecht. Zum anderen könnten die gesundheits- und ernährungsrelevanten Projektarbeiten der Auszubildenden mit Klienten nun an einem festen Ort auf dem Campus stattfinden.

Die Küche ist eine Sonderanfertigung mit höhenverstellbaren und unterfahrbaren Schränken und Elektrogeräten, die so unter anderem auch von Menschen im Rollstuhl benutzt werden kann. Sie besteht aus zwei Räumen im Untergeschoss des neuen Seminargebäudes an der Akademie. Die Eröffnung war für Dorothea Böcher-Burkart zugleich ein Zwischenschritt. Mehrere AGs sollen sich in den kommenden Wochen gründen, an denen Mitarbeitende, Auszubildende und Klienten Hephatas teilnehmen können. Beispielsweise zu Themen wie „Nutzungskonzept und -regeln“, „Ökologie und Mülltrennung“ oder „Hochbeete und Kräuterspiralen für die Küche bauen“.  Dorothea Böcher-Burkart: „Wir wollen gemeinsam Tafelfreuden genießen und Menschen im Dunst der Küche zusammenbringen.“ (me)