Einige Personen stehen um ein Baby herum, dem die Haare gebürstet werden.

Bürste im Einsatz: Die leitende Hebamme des Asklepios Klinikums Schwalmstadt, Ramona Naumann (rechts) bürstet Tim Felix Hoos die Haare. Dessen Mutter Alexandra Horst und Vater Marco Hoos freuen sich über das Geschenk des Klinikums. Ebenso Klinikmanager Ma

Hephata -

Ziegenhaar für Ziegenhain

Die Bürstenmacherei der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen der Hephata Diakonie stellt Babybürsten für die Frauenklinik des Asklepios Klinikums Schwalmstadt her.

„Wenn man regional zusammen arbeitet, kommt das auch den Menschen in der Region zu gute“, so fasste der Chefarzt der Frauenklinik des Asklepios Klinikums Schwalm¬stadt kürzlich bei einem Pressetermin die Kooperation seiner Klinik mit den Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) zusammen.

Seit Dezember bekommt jedes Kind, das im Klinikum Schwalmstadt das Licht der Welt erblickt, noch im Kreißsaal von den Hebammen eine Babybürste geschenkt. Die Idee dazu hatte die leitende Hebamme Ramona Naumann. Gefertigt werden die Bürsten nun in der Bürstenmacherei der WfbM. Dort arbeiten insgesamt 16 Frauen und Männer, zwei davon in der Produktion der Babybürsten. Eine davon ist Michaela Steinhoff-Damisch, die bei dem Pressetermin demonstrierte, wie die Bürsten gefertigt werden. Einen Tag pro Bürste dauert es, bis die weißen und schwarzen Ziegenhaarbüschel eingezogen und abgeschoren worden sind. Dann ist auf den weißen Bürsten ein schwarzes lachendes Gesicht zu sehen. Doch nicht nur die Bürstenmacherei beteiligt sich an der Kooperation: Die Papeterie der WfbM fertigt die Kartonage zur Bürste. Zunächst hat die Klinik 1000 Bürsten geordert - im vergangenen Jahr kamen im Schwalmstädter Klinikum 362 Kinder zur Welt.

12.02.2014 / Melanie Schmitt