Hephata - Pressemitteilung
 
 
 
 
 
 
 
 

Flüchtlingshilfe geht in die nächste Phase

Sonja Müller Forum Asyl

Interessierte der Flüchtlingshilfe tauschten sich beim Treffen des Form-Asyl.Schwalmstadt über Erfahrungen, Erfolge und Möglichkeiten aus.

Erfahrungsaustausch und die Entwicklung neuer Projekte: Diese Themen bestimmten das Treffen des Forum-Asyl.Schwalmstadt am vergangenen Donnerstag in der Hephata-Kirche in Schwalmstadt-Treysa. Rund 30 Personen, die haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Schwalmstadt tätig sind, nahmen den Abend zum Anlass für einen gemeinsamen Austausch. „Dieses Treffen hat einmal mehr gezeigt, wie vielschichtig das ehrenamtliche Engagement mit Geflüchteten ist“, sagte Sonja Müller, Projektkoordinatorin Asyl bei der Hephata Diakonie. Jeweils zu zweit sprachen die Teilnehmer über Erfolgskriterien und kamen zu dem Ergebnis, dass neben hohem ehrenamtlichen Engagement vor allem gegenseitiges Aufeinanderzugehen, Akzeptanz und die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen, wichtig seien. Ebenfalls unverzichtbar sei eine gute Struktur, in der ehrenamtliches Engagement möglich sei.

In einem zweiten Workshop stellten sich die Teilnehmer die Frage, vor welchen zukünftigen Herausforderungen sie stehen. Ein wichtiger Punkt sei der Bildungsweg, der die Menschen vom Kleinkindalter bis ins Erwachsenenleben begleite. Die Idee, Patenschaften für geflüchtete Menschen zu übernehmen, stieß auf Zuspruch. „Beispielsweise ist es denkbar, dass Ruheständler junge Menschen während ihrer Ausbildung begleiten, oder ‚Schüler helfen Schülern‘“, erklärte Sonja Müller. Vor allem kleinteilige Hilfen seien notwendig und hilfreich, wie etwa in Form eines Lerntreffs – dieses Format gibt es bereits an der Schule im Ostergrund in Kooperation mit der landeskirchlichen Gemeinschaft. Dort bieten Ehrenamtler einmal pro Woche Hilfe bei den Hausaufgaben an, „nicht nur für Geflüchtete, sondern für alle als offener Lerntreff“, regte Müller an. Wer sich ehrenamtlich im Lerntreff engagieren möchte, sei herzlich willkommen. Ebenfalls in Planung sei ein Spieltreff in der Gemeinschaftsunterkunft für Frauen, denn es stünden nicht genügend Kindergartenplätze zur Verfügung, „und Alternativangebote gibt es keine“, sagte Sonja Müller.

Nach dem Treffen im Kirchsaal stand für die Teilnehmer fest: Der Austausch war informativ und effektiv und man wird sich weiterhin in regelmäßigen Abständen treffen. Ein Ziel der Organisatoren ist, der Arbeit des Forums noch mehr Qualität und Struktur zu verleihen. Dazu gehört unter anderem ein Achtsamkeits-Seminar am 23. Mai bei der Hephata Diakonie. „Das Angebot ist offen für alle, nicht nur für die bereits ehrenamtlich Aktiven“, betont Sonja Müller.

Weitere Informationen zum Form-Asyl.Schwalmstadt erteilt Projektkoordinatorin Sonja Müller, Telefon: 06691 18 1113, E-Mail: sonja.mueller@hephata.de

 

Das „Forum-Asyl.Schwalmstadt“ hat sich im Dezember 2015 gegründet. Hier kommen Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen, und Menschen, die die Hilfe von Ehrenamtlichen benötigen, zusammen. Im Forum vertreten sind Einzelpersonen sowie der Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde in Schwalmstadt, der Magistrat der Stadt Schwalmstadt, der  Projektkoordinator für Flüchtlingsfragen im Schwalm-Eder-Kreis, die Flüchtlingsberatung des Diakonisches Werks im Schwalm-Eder-Kreis, der Kirchenkreis Ziegenhain und die Diakonische Gemeinschaft Hephata.

02.04.2019