Hephata - Pressemitteilung
 
 
 
 
 
 
 
 

Fotoausstellung zeigt „Stille Helden des Alltags“

Eröffnung Fotoausstellung

Sie eröffneten gemeinsam die Fotoausstellung „Stille Helden des Alltags“: Bürgermeister Dr. Frank Schmidt (von links), Marcel Unkelbach, Yasmin, Thomas Zipp, Enajat, Adi und Kamal.

„Stille Helden des Alltags“: Das ist der Titel der Fotoausstellung, die am Freitag im Mehrgenerationenhaus Löhnberg eröffnet wurde.

Adi lernt Elektrotechniker, Yasmin macht eine Ausbildung zur Altenpflegerin, Kamal ist Koch-Azubi und Enajat macht gerade sein Abitur. Vier junge Menschen auf dem Weg in den Beruf, mit Wünschen und Träumen  – und einer Vergangenheit, in der sie Krieg, Gewalt und Unterdrückung erleben mussten. Ihre Porträtfotos sind Teil der aktuellen Ausstellung „Stille Helden des Alltags“ im Mehrgenerationenhaus Löhnberg.

Marcel Unkelbach, Jugendhilfe-Teamleiter Flexible Hilfen der Hephata Diakonie in Limburg-Weilburg, hatte die Idee für die Fotoausstellung. Bereits vor zwei Jahren stellte der Amateurfotograf gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen, die er in der Jugendarbeit betreute, Porträtfotos aus. Thomas Zipp, Leiter des Hephata-Mehrgenerationenhauses Löhnberg, sah die Porträts bei einem Besuch in der Geschäftsstelle und schlug vor, sie als Ausstellung im Mehrgenerationenhaus zu zeigen. Unter den ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Fotos sind persönliche Notizen der Porträtierten zu lesen. Wer ist die Person auf dem Foto? Woher kommt sie? Warum musste sie ihre Heimat verlassen, und was wünscht sie sich für ihre Zukunft?

„Die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, nicht auffallen und sich in die Gesellschaft integrieren, ist unendlich groß. Durch die Darstellung der Negativbeispiele in den Medien gehen die vielen Alltagshelden allerdings einfach unter“, erklärte Marcel Unkelbach bei der Ausstellungseröffnung. „Diesen Alltagshelden möchte ich eine Plattform bieten.“

Löhnbergs Bürgermeister Dr. Frank Schmidt eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit Marcel Unkelbach und Thomas Zipp am vergangenen Freitag. Auch vier der porträtierten Jugendlichen waren anwesend. Die Cafeteria des Mehrgenerationenhauses sei der ideale Ausstellungsraum für die Fotos. Dort treffen sich täglich die Kindergarten- und Schulkinder zum Mittagessen, auch Senioren kommen zum Mittagstisch und der Austausch über die Bilder an den Wänden geschehe automatisch.

„Für die Betrachter ist es sehr interessant, eure Lebensgeschichten und Wünsche in Kombination mit den Fotos zu sehen“, richtete Schmidt das Wort an die Jugendlichen. „Eure Gesichter und Gefühle kommen auf den Schwarz-Weiß-Aufnahmen besonders gut zum Ausdruck. Es ist schnurz, woher ihr kommt, denn wir sind alle Menschen. Ich finde es ist erfrischend und wichtig, Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennenzulernen.“

Eine eigene Familie gründen, die Ausbildung erfolgreich abschließen oder sich später einmal das Traumauto leisten können: Beim Betrachten der Fotos und der Texte werde schnell klar, dass die Jugendlichen „ganz normale Wünsche“ haben, erklärte der Bürgermeister. Für Thomas Zipp trage die Fotoausstellung dazu bei, Brücken abzubauen und das Miteinander zu stärken.

„Stille Helden des Alltags“ ist noch bis zum 8. Mai im Mehrgenerationenhaus Löhnberg zu bewundern. Die Fotoausstellung wird auch bei den Hephata-Festtagen im September in Schwalmstadt-Treysa zu sehen sein.

27.03.2019