Frank Keller am Bahnhof Treysa

Hephata - Pressemitteilung

Bauarbeiten am Treysaer Bahnhof laufen

Der Bahnhof in Treysa wird barrierefrei umgebaut. Das haben Vertreter der Deutschen Bahn, des Nordhessischen Verkehrs-Verbundes und  Tarek Al-Wazir, hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, im Juli in Treysa besiegelt.

Die Bauarbeiten finden in zwei Abschnitten statt, der erste Abschnitt hat im Oktober begonnen.Seit Oktober werden die Bahnsteige eins und zwei auf jeweils mindestens 190 Metern Länge erhöht. Für den Bahnsteig eins ist dies in den vergangenen Wochen bereits geschehen. Der Bahnsteig wurde von ehemals 38 Zentimetern auf 55 Zentimeter erhöht. Dies geschah mit einer provisorischen und schnellen Übergangslösung: In den Bahnsteig wurden Modulplatten eingebaut.

Somit ist die Voraussetzung geschaffen, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember die neuen IC-Züge in Treysa halten werden. Die neuen IC-Züge sind alte ICE-Züge, die nun ICT-Züge heißen und eine Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern benötigen. Dank des Umbaus der Bahnsteige eins und zwei können aber nicht nur die ICT-Züge in Treysa halten, sondern dort auch Menschen mit Rollstuhl, Fahrrad oder Kinderwagen barrierefrei in die Züge vom Nordhessischen-Verkehrs-Verbund einsteigen. Denn zwischen Bahnsteig und Zug gibt es dann keine Lücke mehr. Die aktuellen Bauarbeiten laufen so lange, wie es keinen Frost gibt, danach ruhen die Arbeiten und gehen im Frühjahr 2019 weiter. Ab Ende 2019 sollen alle Bahnsteige des Treysaer Bahnhofs dann nicht mit Modulplatten sondern in konventioneller Bauweise auf 55 Zentimeter erhöht werden. Außerdem sind die Modernisierung der Unterführung und Dächer sowie die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs und aller Bahnsteige mit Rampen geplant.

Der zweite Bauabschnitt sieht die erneute, spätere Aufstockung der Bahngleise auf eine Höhe von 76 Zentimetern vor. Diese soll spätestens zum Fahrplanwechsel 2040/41 passiert sein. Die Aufstockung auf 76 Zentimeter trägt einer angestrebten Vereinheitlichung europäischer Bahnsteighöhen Rechnung und soll sich bis dahin auch in neuen Einstiegshöhen von Zügen niederschlagen.

Frank Keller, Mitarbeiter der Hephata-Behindertenhilfe und Sprecher der Arbeitsgruppe „Zum Zuge kommen“, hat sich die Bauarbeiten angesehen: „Die Bauarbeiten haben pünktlich begonnen. Endlich wird der Bahnhof nun barrierefrei. Das ist eine echte Verbesserung für alle Menschen der Region.“

08.11.2018 / red