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Erzieher

Ein Teil der Collage enthält ein Foto, Bildnachweis: © iStock.com/haywardcy

Vater oder Mutter, Bruder oder Schwester, Vorbild, Taxifahrer, Modeberater und Sportpartner – all das gehört zum Berufsbild eines Erziehers oder einer Erzieherin dazu.

Es sind die Vielseitigkeit und das familiäre Miteinander in der Gruppe, die die Alltagsaufgaben interessant und abwechslungsreich machen. Genau das mag Holger Koller an seiner Arbeit in der Wohngruppe der Hephata-Jugendhilfe in Schwalmstadt. Die Jugendlichen in der Wohngruppe sind zwischen 16 und 21 Jahren alt. Einige von ihnen sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - kurz UMF. UMFs sind junge Menschen, die ohne Eltern oder andere erwachsene Familienangehörige nach Deutschland gekommen sind. Meist sind sie vor Krieg, Folter, Gewalt und Armut in ihrer Heimat geflohen. „Sie sind dankbar für alles, was ihnen hier geboten wird. Das gibt meiner Arbeit als Erzieher im Vergleich zur klassischen Jugendarbeit für mich noch mal einen anderen Stellenwert“.

Neben der Unterstützung im Alltag, plant der 40-jährige Erzieher mit den Jugendlichen gemeinsame Freizeitaktivitäten an Wochenenden und in den Ferien. „Mal gehen wir ins Kino oder bowlen und im Winter machen wir einen Skiurlaub, der für alle ein Highlight ist.“

Diese Abwechslung hatte der gelernt Schreiner bei seiner vorherigen Tätigkeit als Qualitätsprüfer nicht. Erst 2003 hat er sich für eine Umschulung zum Erzieher entschieden. „Ich bereue nicht, dass ich diese Ausbildung gemacht habe“, so der 40-Jährige. „Ganz im Gegenteil, wenn ich nochmal 16 Jahre alt wäre, würde ich direkt die Ausbildung beginnen und ein Studium der Sozialen Arbeit draufsetzen.“

Holger Koller war vor der Jugendhilfe schon als Erzieher in der Behindertenhilfe tätig. „Das gefällt mir sehr gut bei Hephata, dass man die Möglichkeit hat, verschiedene Bereiche kennen zu lernen und sich so beruflich weiterzuentwickeln.“