Hephata - Pressemitteilung
 
 
 
 
 
 
 
 

Bedauern über Betriebsschließung

Nach einem mehr als fünf Jahre andauernden Insolvenzverfahren wird die Druckerei Plag laut Mitteilung des Insolvenzverwalters zum Jahresende ihre Geschäftstätigkeit einstellen.

„Wir bedauern es sehr, dass trotz zwischenzeitlicher positiver Signale keine Perspektive für den Betrieb entwickelt werden konnte“, erklärt Maik Dietrich-Gibhardt, Vorstandssprecher der Hephata Diakonie, die die alleinige Gesellschafterin der Druckerei Plag gewesen ist. 

Als Tochtergesellschaft der Hephata Diakonie hatte die Druckerei Plag den Auftrag, schwerbehinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Druckerei war als so genannter Integrationsbetrieb geführt worden.

Schon seit 2007 sei die wirtschaftliche Situation schwierig gewesen, blickt Dietrich-Gibhardt zurück. Ein im Jahr 2008 erarbeiteter Sanierungsplan habe zwar zunächst gegriffen, zuletzt sei der laufende Betrieb aber nur noch durch Unterstützung unter anderem in Form von Darlehen aus der Hephata Diakonie sichergestellt worden. „Im Juni 2013 sah sich der von uns eingesetzte Geschäftsführer schließlich gezwungen, einen Insolvenzantrag beim Marburger Amtsgericht zu stellen“, berichtet der Hephata-Vorstandssprecher.

Für die wirtschaftliche Schieflage seien maßgeblich zwei Faktoren ursächlich gewesen, so Dietrich-Gibhardt. Zum einen gebe es eine seit Jahren anhaltende Konzentration in der Druckindustrie bei gleichzeitigem Rückgang der Gesamtumsätze mit Druckerzeugnissen. Zum anderen seien in Hessen die Ausgleichszahlungen für Integrationsbetriebe stark gekürzt worden.

„Es ist eine bedauernswerte, aber anscheinend zutreffende Erkenntnis: In puncto technischer Entwicklung und Preis-Leistungs-Verhältnis mit den großen Anbietern in der Druckindustrie mitzuhalten, ist kleinen Druckereien offenbar kaum noch möglich“, resümiert Dietrich-Gibhardt und räumt ein, dass seit der laufenden Insolvenz auch die Hephata Diakonie nach und nach Aufträge an überregionale Druckereien vergeben hat. „Handlungsleitend dafür waren und sind einerseits unsere Verpflichtung zu Sparsamkeit und andererseits das Wissen darum, dass auch der Kunde Hephata allein die Betriebsschließung leider auch nicht hätte abwenden können.“

08.11.2018