Lukas Fenner vor der Eingangstür des Hessischen Landtags

Klopf, klopf: Lukas Fenner nahm am Festakt zu „50 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr“ im Hessischen Landtag in Wiesbaden teil.

Hephata - Pressemitteilung

Anderen und sich selbst helfen

Freiwillig anderen Menschen zu helfen und sich selbst dabei beruflich zu orientieren, das sind die Ziele des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).

In diesem Jahr feiert das FSJ seinen 50. Geburtstag. Im Hessischen Landtag fand dazu am 15. Mai ein Festakt statt. Geladen waren ausgesuchte FSJler. Unter anderem Lukas Fenner (19), der seit September 2013 sein FSJ im Dina-Zöllner-Weg der Hephata-Behindertenhilfe leistet.

Das Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst (ZFFZ) der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel konnte zum Festakt in Wiesbaden fünf junge Menschen einladen. Lukas Fenner war einer davon. Gemeinsam mit seinem Anleiter, Erzieher Thomas Dylong, nahm er an der Veranstaltung teil. Insgesamt waren 300 ehemalige und aktuelle FSJler, Parlamentarier und Vertreter von Institutionen gekommen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste hatte die Jubiläumsfeier organisiert. Der Hessische Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner begrüßte die Gäste: „Engagement hat viele Gesichter, das Freiwillige Soziale Jahr ist eines davon. Ohne diesen Einsatz würden viele Bereiche unseres Gemeinwesens nicht funktionieren. Hier lernen junge Menschen außerhalb ihrer Familien Verantwortung für andere zu übernehmen und Gesellschaft mitzugestalten.“

Im laufenden Jahr absolvierten in Hessen 5.800 junge Menschen ein FSJ. Die Zahl habe sich seit 2002 verfünffacht, so Grüttner. Als 1964 die rechtliche Grundlage für einen geregelten Freiwilligendienst geschaffen worden sei, habe man die Teilnehmer „noch an zwei Händen zählen“ können, so der Minister. Die Hessische Landesregierung fördere das FSJ heute mit jährlich 1,8 Millionen Euro.

Nach dem Vortrag berichteten frühere und aktuelle FSJler von ihren Erfahrungen und Einsatzorten. Zudem gab es Rollenspiele und eine Podiumsdiskussion. Lukas Fenner beeindruckte vor allem die Vorstellung der FSJler, die im Hessischen Landtag arbeiten. „Die Veranstaltung war ein spannendes Erlebnis. Ich wusste vorher zum Beispiel auch nicht, wie der Hessische Landtag aussieht“, so Fenner. Interessant sei es auch gewesen, mit FSJlern ins Gespräch zu kommen, die in ganz anderen Bereichen arbeiten, beispielsweise bei der Feuerwehr. „Das FSJ hat mir bislang viel gebracht“, sagt Fenner. „In den ersten beiden Wochen habe ich gedacht, ich breche ab. Dann habe ich eine Beziehung zu den Klienten aufbauen können. Mein Traum ist es jetzt, Soziale Arbeit zu studieren.“ (me)

18.06.2014 / Melanie Schmitt