Bei der Ausstellung (v. l.): A. Wippermann (Leiterin Behindertenhilfe), V. Papenhagen (Angehörigen- und Betreuerbeirat), M. Dietrich-Gibhardt (Vorstand), F. Keller (Behindertenhilfe), U. Stiehl (Angehörigenbeirat), G. Ritter (Werkstattrat)

Hephata - Pressemitteilung

„Ohne Angst verschieden sein …“

Im Hephata-Gesundheitszentrum wurde eine Ausstellung über Menschen mit Behinderungen eröffnet.

Im Hephata-Gesundheitszentrum wurde eine Ausstellung über Menschen mit Behinderungen eröffnet.

Die Ausgrenzung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus war wie jedes Jahr am Buß- und Bettag Thema einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal neben der Hephata-Kirche. Die Entwicklung im gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Behinderungen von der NS-Zeit bis heute steht im Mittelpunkt einer Wanderausstellung, die im Anschluss an die Gedenkveranstaltung im Hephata-Gesundheitszentrum eröffnet wurde.

Die Ausstellung verknüpft historisch-politische mit aktuellen gesellschaftlichen Sichtweisen. Seit März 2009 ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland geltendes Recht. Die Debatte um den Begriff der „Inklusion“ macht aus Sicht der Herausgeber der Wanderausstellung vom Volksbund Deutsche Kriebsgräberfürsorge und vom Sozialverband Deutschland aber deutlich, wie sehr Menschen mit Behinderungen auch heute noch von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden. Ein Ziel der Ausstellung sei es daher, durch historische Bezüge verständlich zu machen, wo die Wurzeln von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderungen liegen.

„Aus unserer Sicht ist die Ausstellung ein Aufruf an die Öffentlichkeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, sagt Volker Papenhagen. Er ist Vorstandsmitglied des Angehörigen- und Betreuerbeirats für den Bereich Behindertenhilfe innerhalb der Hephata Diakonie. „Wir als Beirat arbeiten bei der Organisation dieser Ausstellung mit Hephata zusammen“, ergänzt Ulrich Stiehl, Vorsitzender des ehrenamtlich arbeitenden Gremiums. Aus seiner Sicht sei die Ausstellung ein Teil weiterer gemeinsamer Überlegungen, das Hephata-Stammgelände zu einem inklusiven Ort zu entwickeln.

Die Ausstellung im Atrium des Hephata-Gesundheitszentrums ist bis zum 14. Dezember zu den Öffnungszeiten der dort ansässigen Praxen, Geschäfte und des Bistros zugänglich. Diese sind montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr. Für sehbehinderte Menschen oder Menschen mit Leseschwächen gibt es die Möglichkeit, ein so genanntes Audiophon kostenlos auszuleihen, das die Texte in gesprochenem Wort wiedergibt.

20.11.2014