Hephata - Pressemitteilung

Gewalt im Namen der Religionen

Experte erklärt die Hintergründe zur aktuellen Lage im Nahen und Mittleren Osten.

Der Nahe und Mittlere Osten brodelt. Syrien, Irak, Israel und Palästina - oftmals bestimmen Extremisten die Szene. Was sind die Hintergründe für diese unterschiedlichen Auseinandersetzungen im Namen der Religionen? Der Berliner Experte Dr. Andreas Goetze hält dazu am Donnerstag, 16. Oktober, ab 19 Uhr einen Vortrag in der Hephata-Kirche. Der Eintritt ist frei.

Auf Einladung der Diakonischen Gemeinschaft Hephatas und des evangelischen Forums Schwalm-Eder beleuchtet Goetze unter anderem die Frage, inwieweit religiöse Überzeugungen die Politik beeinflussen. Goetze wirft einen Blick auf die verschiedenen Konfliktherde. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Was bedeutet das Land für Juden, Christen und Muslime? Welche Überzeugungen und Geschichten bestimmen die jeweils eigene Sicht? Warum scheint es uns manchmal so, als würden nur Taubstumme in diesem Konflikt aufeinander treffen? Jeder fühlt sich im Recht – und begründet das noch mit seinen Heiligen Schriften. Wie mit Menschen reden, die meinen, sie hätten Gott zu 100 Prozent auf ihrer Seite? Goetze begibt sich in seinem Vortrag auf Spurensuche nach den Ursachen, die religiös verzwickt sind und die politisch weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Der Referent ist Landespfarrer für den interreligiösen Dialog bei der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz(EKBO). Götze studierte Evangelische Theologie mit den Nebenfächern Judaistik und Philosophie. Islamwissenschaftliche Studien und Studien zum orientalischen Christentum führten den Referenten nach Jerusalem und Beirut. In Jerusalem war Goetze Vikar und geistlicher Begleiter, seit 20 Jahren ist er spiritueller Reiseleiter im Heiligen Land. Weiterhin ist Götze Konventsmitglied der „Evangelischen Geschwisterschaft e.V.“ und Autor verschiedener Veröffentlichungen zu den Themenbereichen interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und Spiritualität.

06.10.2014