Hephata - Pressemitteilung
 
 
 
 
 
 
 
 

Bereit fürs Berufsleben

Die Hephata-Absolventen

In Kassel nahmen die Absolventen des Berufsbildungsbereiches der Hephata Diakonie ihre Zertifikate entgegen.

Mit einer zweijährigen Ausbildung, der ein dreimonatiges Eingangsverfahren vorausging, haben sich 110 Menschen mit Behinderung aus Nord- und Mittelhessen fit gemacht fürs Berufsleben. Am 28. Februar gab es in Kassel eine feierliche Zertifikatsübergabe.

Die zentrale Feier fand im Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen statt. Die Frauen und Männer haben ihre Qualifizierung in den Berufsbildungsbereichen innerhalb der nordhessischen Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) erlangt. Aus der Arbeitsgemeinschaft haben folgende Träger ihre Absolventen geehrt: Bathildisheimer Werkstätten, Baunataler Diakonie Kassel, Hephata Diakonie, Kasseler Werkstätten, Lebenshilfe Marburg-Biedenkopf und Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg. Die Bandbreite der Berufsfelder, in denen sich die Absolventen qualifiziert haben, reicht von der Elektromontage über Bürodienstleistungen und Hauswirtschaft bis hin zu Landwirtschaft und Zierpflanzenbau (siehe
weiterer Bericht über die Absolventin Mareike Mergard).

Organisator der diesjährigen Zertifikatsverleihung, die vom Charakter mit einer Gesellenfreisprechung vergleichbar ist, war die Hephata Diakonie. Direktorin Judith Hoffmann begrüßte die Absolventen und die Vertreter der Einrichtungen und Träger. „Sie haben Ihre Fähigkeiten weiterentwickelt, neue Kenntnisse erworben und sind nun bereit für das berufliche Leben“, rief sie den Absolventen zu. Berufliche Bildung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung sei eine hochwertige und anspruchsvoll zertifizierte Qualitätsmaßnahme geworden. „Durch diesen verlässlichen Rahmen ist ein wichtiges Fundament entstanden, auf dem Sie als junge Menschen nun fest stehen oder es als Ausgangspunkt und Sprungbrett für die weitere berufliche Karriere nutzen können“, sagte Hoffmann in ihrer Ansprache und betonte: „Das, wofür wir als berufsbildende Werkstätten bereits vor 25 Jahren gekämpft haben, ist zwischenzeitlich nun zum großen Teil Wirklichkeit geworden. Aus dem früheren Arbeitstrainingsbereich ist die Berufliche Bildung geworden.“  

Susanne Selbert, Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und Uwe Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Korbach, gratulierten den Absolventen und dankten den Einrichtungen und Ausbildern für ihr Engagement. „Sie können stolz darauf sein, dass Sie dies erreicht haben. Es ist ein wichtiger Zwischenschritt für Ihre weitere Beschäftigung im Arbeitsbereich der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“, erklärte Selbert. Kemper betonte: „Sie haben sich aus eigener Kraft und mit denen Ihnen eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten neue berufliche und persönliche Perspektiven erschlossen.“ Die jeweiligen Arbeitsagenturen sind für die 24-monatige berufliche Bildung und das vorangestellte Eingangsverfahren zuständig und übernehmen Fachaufsicht sowie Finanzierung dieser Qualifizierungsmaßnahme in den Werkstätten. Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist Kostenträger der Werkstätten im Arbeitsbereich und schon zum wiederholten Mal Gastgeber der Zertifikatsverleihung der nordhessischen Werkstätten für behinderte Menschen.  

Glückwünsche überbrachte auch Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des Landeswohlfahrtsverbandes: „Die heute überreichten Zertifikate sind Anerkennung und Wertschätzung für den tollen Einsatz der Lehrgangsteilnehmer. Sie sollen zugleich Ansporn sein, weiter zu lernen und sich zu qualifizieren. Ziel ist es, die beruflichen Chancen für die Zukunft deutlich zu verbessern. Dafür wünsche ich allen Beteiligten weiterhin gutes Gelingen.“

Berufliche Perspektiven gibt es für die Absolventen entweder in den unterschiedlichen Werkstätten oder nach Möglichkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Mit dem Zertifikat können die Absolventinnen oder Absolventen etwa ein Budget für Arbeit beantragen, das Arbeitgebern einen Anreiz bietet, die behinderten jungen Menschen zu beschäftigen. Als Zwischenschritt für angestrebte Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt bieten sich zudem so genannte betriebsintegrierte Beschäftigungsverhältnisse an. „Dabei erhalten die Beschäftigten weiterhin eine sozialpädagogische Begleitung, die wiederum auch den Unternehmen Sicherheit dabei gibt, sich in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu erproben“, erklärte Hans-Günter Kripko, der als Leiter der Hephata-Werkstätten die Veranstaltung moderierte.

Die Absolventinnen und Absolventen:

Lebenshilfe Marburg-Biedenkopf
Valentina Braimi - Lahnwerkstätten Marburg, Elektromontage
Hamza El-Zein – Hinterländer Werkstätten, Arbeitsorientierte Fördergruppe
Thomas Fleischhauer – Lahnwerkstätten Marburg, Lettershop
Kristijan Glisovic – Hinterländer Werkstätten, Bereich Metall Marcel Hein – Hinterländer Werkstätten,
BiB Bauhof
Cem-Ali Gözüacik – Lahnwerkstätten Marburg, Fördergruppe Arbeit
Hendrik Heuser – Hinterländer Werkstätten, Garten- u. Landschaftspflege
Torben Klee - Lahnwerkstätten Marburg, Fördergruppe Arbeit
Jennifer Kleußer - Lahnwerkstätten Marburg, Großküche
Jasmin Mengel - Lahnwerkstätten Marburg, Lettershop
Anna-Lena Menzel – Lahnwerkstätten Marburg, Lettershop/Zentrale
Matthias Müller - Lahnwerkstätten Marburg, Fördergruppe Arbeit
Yannik Müller – Hinterländer Werkstätten, Bereich Montage
Lisa-Carina Schmidt – Hinterländer Werkstätten, Bereich Montage
Mert Tanriverd – Hinterländer Werkstätten, Bereich Metall
Johannes Weigand – Hinterländer Werkstätten, Bereich Montage
Ibrahim Yildiran – Lahnwerkstätten Marburg, Elektromontage


Lebenshilfewerk Kreis Waldeck Frankenberg
Chris Clauß, Lukas Adrian Draisbach, Onur Kaya, Melanie Kombächer, Michael Lang, Pauline Naumann, David Rathke, Markus Stahl, Kevin Wilhelmi, Samuel Zalar

Hephata Diakonie
Oliver Bischof, Landwirtschaft
Kai Flauger, Gärtnerei
Christin Graynert, Montage und Verpackung
Daniel Heger, Gärtnerei
Elisa Kodlin, Montage und Verpackung
Tim Lang, Montage und Verpackung
Mareike Mergard, Gärtnerei
Lena Pongratz, Montage und Verpackung
Tobias Schliehenbecker, Landwirtschaft
Tim Weigelt, Gärtnerei

Sozialgruppe Kassel, Kasseler Werkstatt
Meridona Aloqi, Mert Bastimur, Linda Benghenni, Patrick Bernhardt, Mustafa Daud, Tom Feustel,
Sascha Greinke, Sina Gründer, Jomar Kuntze, Marina Ledderhose, Marcel Plugowski, Thomas
Rommel, Dennis Schmidt, Alexandra Stodolski

Baunataler Diakonie Kassel
Vanessa Almeroth, Siegmar Apitz, Marcus Arnold, Bahram Assadi-Moghadam, Abdullah Avcioglu,
Isabell Berger, Alexander Brinster, Sina Bubenhagen, Marco Burghardt, Jörg Büttner, Timo
Dieckmann, Justin Ebert, Emeke Collins Ehiwario, Stefan Eikemeier, Tom Euler, Evodie Madeleine
Fan, Benjammin Fiutak, Sebastian Haase, Steve-Rene Hain, Yves Heinemann, Marco Herm, Jessica
Hiller, Hans-Jürgen Hollmann, Mario Homburg, Annika Hubl, Dirk Iffland, Anja Kaldibaev, Emre Kara, Tanja Katzenberger, Stephan Lepper, Anne Lücking, Martin Manz, Ricardo Marques, Petra Meyer,
Marc-Brian Minden, Nicole Moos, Natascha Munk, Lili Neubacher, Marco Otteni, Leon Pascal Pape,
Celine Pfannkuch, Bernd Pforr, Natascha Reiss, Karla Ries, Leon Roland Schulz, Antonia Siebert, Kai
Siebert, Klaudia Spiewak, Paul Urlacher, Marcel Weifenbach, Elisabeth Wenderoth, Rebecca
Wiegandt, Sven Wilhelm, Anna Zaporozhets

Bathildisheimer Werkstätten
Gisela Stöcker, Lili Rekling, Christina Pohlner, Kevin Fiebig, Stefan Drewing

28.02.2019