Rückblick auf die Hephata-Festtage 2011 (10. und 11. September)

Diesmal war alles anders!

Die Vorzeichen für ein schönes Fest standen gut. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm an den drei Open-Air-Bühnen mit interessanten Künstlern lief. Die Marktleute hatten auch am Sonntag wieder ihre Stände ansprechend hergerichtet. Nach einem gut besuchten Festtags-Samstag strömten am Sonntag Tausende übers Festgelände, die Bühnenplätze hatten sich gefüllt. Rund 200 Besucher hatten sich schon die ersten Sitzreihen im Festzelt gesichert und warteten auf das Eintreffen und das anschließende Konzert der Schirmfrau Nicki. Dann plötzlich um 15 Uhr ein abruptes Ende. In Abstimmung mit dem Hephata-Vorstand erklärte Organisator Reinhard Roth, die Hephata-Festtage 2011 für offiziell beendet.

Drohend nah waren die schwarzen Wolken an das Festgelände in Schwalmstadt heran gekommen. Schwere Unwetter wurden bereits Minuten vorher aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf gemeldet. Sturm kam auf. Die ersten Besucher flüchteten vom Festgelände Richtung Autos, viele suchten Schutz in den Gebäuden. Dicht an dicht drängten sich die Menschen in den Gebäuden der Gärtnerei, in Kirchsaal und Kirche der Cafeteria, suchten Schutz in Hauseingängen und im Festzelt. Dann brach es los: Tosender Sturm fegte übers Gelände, Regenmassen prasselten nieder, Zeltplanen drohten zu bersten, die Straßen wurden zu Bächen, einige Pavillons flogen durch die Gegend.

Im Nachhinein betrachtet, war es richtig, die Festtage an diesem Punkt abzubrechen. „Der Schutz der Besucherinnen und Besucher hatte Priorität und uns zu dieser Entscheidung kommen lassen“, so Reinhard Roth. Das Fazit: niemandem ist etwas zugestoßen. Ware der Marktteilnehmer ging hier und da zu Bruch, Stände wurden zerstört – ärgerlich, aber ersetzbar. „Leid hat es uns für die vielen Fans von Nicki getan, die sich extra für das Konzert auf den Weg gemacht hatten“ bedauerte Roth. Natürlich zeigte auch sie Verständnis für die Situation. Der Auftritt von Nicki wird im nächsten oder übernächsten Jahr zu den Hephata-Festtagen nachgeholt. (rr)