Auch Luisa England hat sich für den Beruf der Hauswirtschafterin entschieden und ihre Ausbildung bei der Hephata Diakonie absolviert. Nach ihrem Abschluss wurde sie als Hauswirtschafterin im Zentralbereich Wirtschaft und Versorgung übernommen. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen bereitet sie nicht nur herzhafte und süße Speisen vor, sie schafft auch eine gemütliche und wohnliche Atmosphäre - in Büros wie in Wohngruppen. 

Hier gibt sie Einblick in ihren Arbeitsalltag und erklärt alles Wichtige rund ums Fensterputzen. 

Dreckige Wäsche und schmutziges Geschirr können die richtigen Maschinen problemlos wieder sauber machen, doch Fenster müssen in der Regel mühsam mit der Hand geputzt werden. Luisa England weiß, wie man sich die Arbeit leichter machen kann. „Bei hohen Temperaturen oder starkem Sonnenschein trocknet das Wasser schnell auf der Scheibe und hinterlässt Flecken. Auch sehr kühle Temperaturen sind ungünstig.“ Besser sei es, die Fenster bei mildem Wetter zu säubern.

Auf die Frage, welcher Reiniger sich am besten eignet, hat Luisa England eine klare Antwort: „Einfaches Spülmittel, ohne Balsam, mit warmem Wasser reicht völlig aus. Das reinigt nicht weniger gut als Fenster- oder Glasreiniger, ist allerdings ergiebiger und preiswerter“. Ein paar zusätzliche Tropfen Spiritus sorgen dafür, dass die Scheiben schneller und ohne Streifenbildung trockneten. Als Tipp ergänzt Luisa England: „Zuerst das Wasser in den Putzeimer einfüllen und danach den Reiniger. Das gilt für alle Reinigungsarbeiten im Haushalt, da sich ansonsten zu viel Schaum bildet.“

Zum Fensterputzen nimmt die Hauswirtschafterin Geschirrtücher aus Baumwolle, einen Abzieher, Mikrofasertücher und einen zweiten Abzieher mit Fellüberzug, auch Einwascher genannt. Für hohe oder schwer erreichbare Fenster empfiehlt sie einen Teleskopstab. So stehe man sicher auf dem Boden und könne trotzdem gut das Fenster erreichen.

„Bloß kein Zeitungspapier zum Fensterputzen verwenden: Das hinterlässt schwarze Streifen!“

Luisa England, Hauswirtschafterin

Luisa England putzt zuerst die Rahmen mit einem Mikrofasertuch und dann die Fenster mit dem Einwascher. „Ich entferne erstmal den Schmutz vom Rahmen, damit der nicht wieder auf die saubere Scheibe gelangen kann.“ Einwascher und Mikrofasertücher seien gut dazu geeignet. Wichtig sei es, die Lappen ausreichend nass zu machen, damit man den Schmutz gut lösen könne.

Danach geht sie mit dem Abzieher über die nasse Scheibe. Diesen bewegt sie von der Mitte aus zu den Rändern, damit sich dort das restliche Wasser sammelt. Nach jedem Streifen trocknet Luisa England die Gummilippe des Abziehers mit einem Baumwolltuch, ebenso die Ränder. „Trockene Geschirrtücher aus Baumwolle nehmen die Feuchtigkeit gut auf und hinterlassen keine Schlieren. Und wer keinen Abzieher zuhause hat, kann mit Geschirrtüchern auch die ganze Scheibe trocknen.“

Allerdings rät sie dann dazu, das Geschirrtuch auszutauschen, sobald dieses feucht ist. Von Zeitungspapier zum Abtrocknen rät sie ab: Die Druckfarbe kann schnell schwarze Streifen hinterlassen.

Luisa England empfiehlt außerdem, das Putzwasser zu wechseln, sobald dieses sich durch den Dreck verfärbt. „Bei zu stark verschmutztem Wasser landet der Dreck wieder auf den Scheiben. Schmutziges Geschirr kann man ja auch nicht mit dreckigem Wasser aufwaschen.“

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