In unserem Multiple Sklerose-Zentrum widmen wir uns der Diagnosestellung und Therapie von Multipler Sklerose (MS). Dafür bieten wir eine ambulante MS-Sprechstunde, stationäre Leistungen der MS-Behandlung und eine MS-Beratungsstelle an.

In unserem Haus stehen unter anderem ein modernes MRT und CCT zur Verfügung. Die Untersuchung, Befundung der bildgebenden Diagnostik und eine radiologisch unterstützte Schmerztherapie übernimmt unser Facharzt für Diagnostische Radiologie mit seinem Team.  

Pro Jahr betreuen wir stationär und ambulant 600 Menschen mit Multipler Sklerose. 

Unserem Handeln liegt ein christliches Weltbild zu Grunde. Wir begleiten und beraten unsere Patient*innen auf dem Weg, mit ihrer Krankheit umzugehen und zu leben. Offenheit und Transparenz, Information und Kommunikation auf Augenhöhe sind dabei zentrale Aspekte, die unsere medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapieansätze ergänzen. Viele unserer Patient*innen betreuen wir seit Jahrzehnten mit Erfolg.

Chefarzt Dr. Bernd Schade und Oberarzt Dr. Sirous Javidi verantworten die MS-Behandlung in unserer Klinik.

Dr. Bernd Schade ist Facharzt für Neurologie, Schlafmedizin, Palliativmedizin, Botulinumtoxin für therapeutische Anwendungen, Intrathekale Infusionssysteme und Interprofessionelle MS-Beratung. Dr. Schade ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V..

Oberarzt Dr. Sirous Javidi ist Facharzt für Neurologie, Schlafmedizin und Epileptologie.

Für eine geplante stationäre Behandlung und Beratung in unserer Klinik benötigen unsere Patient*innen eine Überweisung ihrer Haus- oder Fachärzt*innen. Die ambulante Behandlung erfolgt über das MVZ Hephata gGmbH. Hier ist eine Überweisung nicht nötig. Notfälle behandeln wir jederzeit.

„Die Multiple Sklerose ist die Krankheit der 1.000 Gesichter, weil sie sehr unterschiedliche Symptome verursachen und Verläufe zeigen kann. Die Krankheit ist nicht heilbar, die weitaus meisten Betroffenen aber gut therapierbar.“

Dr. Bernd Schade, Chefarzt Hephata-Klinik

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine Entzündung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betreffen. MS ist nicht heilbar und tritt meistens zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, etwa doppelt so häufig bei Frauen als bei Männern. In Deutschland leben schätzungsweise 250.00 Betroffene, pro Jahr erhalten 10.000 Menschen die Erstdiagnose MS. Die Krankheit verläuft bei 90 Prozent der Betroffenen zunächst in Schüben, die sich durch das plötzliche Auftreten von Symptomen und deren Rückbildung innerhalb von Stunden oder Tagen zeigen. Solche Symptome können Sehstörungen oder auch verschwommenes Sehen sein, Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühl und Missempfindungen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme, Gangstörungen oder auch eine verwaschene Sprache. Im Verlauf der Krankheit können Lähmungserscheinungen, Blasenfunktionsstörungen und auch Depressionen hinzukommen. Nach 20 Jahren geht der schubförmige Verlauf bei 90 Prozent der Betroffenen in einen sekundär-chronisch progredienten Verlauf über, also in eine kontinuierliche Verschlechterung ohne Schübe.  Eine frühzeitige medikamentöse Behandlung kann das Fortschreiten der MS aufhalten, die beschwerdearme Zeit verlängern und auch möglichen Komplikationen vorbeugen.