Geschäfts- & Zentralbereiche

Wir haben Angebote für Arbeit, Assistenz, Bildung, Erziehung, Freizeit, Medizin, Therapie, Pflege und Wohnen in sechs großen Arbeitsbereichen: Akademie für soziale Berufe, Soziale Teilhabe, Förderschule, Jugendhilfe, Klinik und Soziale Rehabilitation. Wir bieten mehr als 5.300 Projekte und Plätze für Kinder und Erwachsene. An unserem diakonischen Auftrag wirken zudem die Diakonische Gemeinschaft und die Kirchengemeinde Hephata mit.

Akademie für soziale Berufe

Ausbildungsstätte auf Fachschulniveau. An der Akademie sind Ausbildungen in Vollzeit und berufsbegleitend möglich. Wir bilden mehr als 350 Frauen und Männer in den Berufen: Altenpfleger*in, Diakon*in, Erzieher*in, Heilerziehungspfleger*in und in Heilpädagogik aus.  Auf dem Campus in Schwalmstadt-Treysa befindet sich zudem der Studienstandort der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Hier studieren fast 200 Menschen im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit.

Ihr Ansprechpartner:
Kommissarischer Geschäftsbereichsleiter Philippe Crosnier de Bellaistre
Tel.: 06691 18-1239
E-Mail: sekretariat.akademie@hephata.de

Soziale Teilhabe

Assistenz und Unterstützung beim Arbeiten, Leben und Wohnen in einer inklusiven Gesellschaft. In Schwalmstadt haben wir zwei Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) mit mehr als 520 Plätzen in den Arbeitsfeldern Industrie-Montage, Technische Fertigung, Anhängerbau, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau sowie in den Tagesförderstätten. In unseren Wohngemeinschaften in Hessen leben fast 700 Menschen mit Behinderungen. Hinzu kommen mehr als 150 Plätze im Betreuten Wohnen. Weitere 180 Menschen werden zu Hause unterstützt.

Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsbereichsleiter
Kai Wettlaufer
Tel.: 06691 18-1179
E-Mail: kai.wettlaufer@hephata.de

Förderschule

Private, staatlich anerkannte Schule für Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen keine Regelschule besuchen können. Die Schule in Schwalmstadt-Treysa hat drei Standorte mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten: Die Friedrich-Trost-Schule ist eine Berufsschule mit 176 Schüler*innen. Die Hermann-Schuchard-Schule besuchen 106 Schüler*innen mit Behinderungen. Die Ludwig-Braun-Schule ist für 167 Mädchen und Jungen mit Lernschwierigkeiten, sozialen oder emotionalen Problemen. Außerdem ist die Förderschule auch ein Beratungs- und Förderzentrum für Schüler*innen und Lehrer an Regelschulen.

Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsbereichsleiter
Rolf Muster
Tel.: 0173 9329610
E-Mail: rolf.muster@hephata.de

Jugendhilfe

Unterstützung bei der Ausbildung, Bildung und Erziehung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Familien, in Pflegefamilien, in Wohngemeinschaften oder in eigenen Wohnungen. Unsere Jugendhilfe ist in Hessen und Rheinland-Pfalz tätig. Wir unterstützen mehr als 1.300 Kinder und Jugendliche. Die Förderschule der Jugendhilfe besuchen 360 Mädchen und Jungen mit Lernschwierigkeiten, sozialen oder emotionalen Problemen. Fast 1.000 Jugendliche absolvieren in der Berufshilfe eine Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahme.

Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsbereichsleiter
Lothar Eberhardt
Tel.: 06691 18-3002
E-Mail: lothar.eberhardt@hephata.de

Hephata-Klinik

Zur Hephata-Klinik gehören eine Fachklinik für Neurologie mit Schlaganfall-Station und eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Schwalmstadt-Treysa. Unsere Klinik hat 93 Betten und behandelt im Jahr mehr als 2.600 Menschen stationär. Hinzu kommen eine Psychiatrische Tagesklinik mit 150 Patient*innen im Jahr und eine Psychiatrische Institutsambulanz mit mehr als 4.600 Patient*innen jährlich. Wir bieten Spezial-Sprechstunden und Beratungen, beispielsweise für Multiple Sklerose und Epilepsie an. An unserer Klinik ist auch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) für Neurologie zu finden. Die Klinik verfügt über ein Schlaflabor, einen Hubschrauber-Landeplatz, ein CT und ein MRT.

Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsführer Hephata-Klinik
Alexander Stein
Tel.: 06691 18-2004
E-Mail: a.stein@hephata.de

Soziale Rehabilitation

Begleitung und Pflege von Menschen mit psychischen und geistigen Behinderungen sowie chronischen Abhängigkeitserkrankungen. Unsere Soziale Rehabilitation bietet an 15 Standorten Wohnen für mehr als 440 Menschen, Wohn-Pflegeheime mit 113 Plätzen, Tagesstrukturen für 255 Menschen und 320 Plätze im Betreuten Wohnen an. Zudem geben fünf Bio-Landwirtschaften und eine Bio-Metzgerei 170 Menschen mit psychischen und geistigen Behinderungen sowie chronischen Abhängigkeitserkrankungen Arbeit. In zwei Werkstätten der Sozialpsychiatrie finden 102 Klient*innen Beschäftigung. In Schwalmstadt-Treysa haben wir eine Jugend- und Drogenberatung mit jährlich fast 1.000 Beratungen.

Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsbereichsleiter
Michael Tietze
Tel.: 06691 18-1601
E-Mail: michael.tietze@hephata.de

Die Fachklinik Fürstenwald gehört ebenfalls zum Geschäftsbereich Soziale Rehabilitation. Die Fachklinik für abhängigkeitskranke Menschen in Calden-Fürstenwald bietet 65 Plätze. Hier ist eine Begelitung von Kindern bis 14 Jahren möglich. Dazu bestehen Kooperationen mit Schulen der Region sowie ein klinikeigener Kindergarten.

Ihre Ansprechpartnerin:
Zentrale Aufnahme
Petra Molitor
Tel.: 05609 629-0
Mail: petra.molitor@hephata.de 

Wir bieten zudem einen Behandlungsverbund für chronisch abhängigkeitskranke Menschen in Nordbayern an. Unsere Fachklinik Weibersbrunn ist eine Rehabilitationsklinik für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen. In der angeschlossenen Aschaffenburger und Würzburger Fachambulanz ist eine ambulante Nachsorge und Betreuung von Menschen mit chronischen Abhängigkeitserkrankungen möglich. In der Adaptionseinrichtung Haus am Schneeberg bieten wird eine Fortführung der medizinischen Rehabilitation mit kontinuierlicher ärztlicher Begleitung an. 

Ihre Ansprechpartnerin:
Klinik-Leitung Fachklinik Weibersbrunn
Elke Basser
Tel.: 06094 9715-139
E-Mail: elke.basser@hephata.de

Zentralbereiche

Neben den sechs großen Geschäftsbereichen, der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und der Kirchengemeinde gibt es sieben Zentralbereiche. Sie stellen in folgenden geschäftsbereichsübergreifenden Disziplinen professionelle Prozesse sicher:

Bau und Technik,
Controlling, Organisation und IT,
Gesundheit und Therapie,
Öffentlichkeitsarbeit,
Personal,
Verwaltung sowie
Wirtschaft und Versorgung.

Diakonische Gemeinschaft

Hier kommen Frauen und Männer aus pädagogischen, sozialen und pflegenden Berufen zusammen. Viele von ihnen haben eine Ausbildung zum/*r Diakon*in gemacht. Die Mitglieder setzen sich für Diakonie, Kirche und eine soziale Gesellschaft ein. Die Diakonische Gemeinschaft hat 443 Mitglieder.

Ihr Ansprechpartner:
Geschäftsführer
Diakon Stefan Zeiger
Tel.: 06691 18-1284
E-Mai: stefan.zeiger@hephata.de

Kirchengemeinde

Kirchengemeinde für Angehörige, Beschäftigte, Bewohner*innen, Freund*innen, Mitarbeitende, Pilger*innen und Nachbar*innen der Hephata Diakonie. Im Jahr feiern mehr als 6.300 Menschen Gottesdienste und Andachten in der Hephata-Kirche in Schwalmstadt-Treysa oder Einrichtungen Hephatas.

Ihre Ansprechpartnerin:
Pfarrerin Annette Hestermann
Tel.: 06691 18-1310
E-Mail: annette.hestermann@hephata.de

„Wir haben ein offenes Ohr, zeigen Achtung und Respekt, fördern Teilhabe, um Ausgrenzung zu verhindern.“

Was uns leitet

Wo wir herkommen

Die Entwicklung zum diakonischen Unternehmen, das wir heute sind, in Schlaglichtern erzählt.

Anfang durch Diakonissen

Am 18. Oktober 1864 gründet Gemeindepfarrer Franz von Roques das Kurhessische Diakonissenhaus in Treysa. Diakonissen kümmerten sich fortan um die Krankenpflege und die "Fürsorgeerziehung" von Mädchen. Das Bild zeigt das Haus Nazareth, das bis heute erhalten ist.

Diakonissen ziehen um

Die Diakonissen ziehen mit ihrem Mutterhaus in die damalige Großstadt Kassel. Hephata wird von dort aus verwaltet und entwickelte sich seit 1893 zur einer Einrichtung für geistig behinderte Mädchen.

Gründung Hephatas

Hephata erlangt seine Selbstständigkeit mit der Gründung des Hessischen Brüderhauses e.V.
Pfarrer Hermann Schuchard und andere interessierte Pfarrer stifteten das Vereinskapital. Von da an gehörte auch die "Fürsorge" behinderter Jungen und die Ausbildung von Diakonen zu den Aufgabengebieten.

Eigenversorgung und neue Aufgaben

Hephata wird zu einem autonomen System mit eigener Lebensmittel-, Strom- und Wasserversorgung. Die Arbeitsgebiete Hephatas sind in den ersten Jahren Behindertenarbeit, Jugendhilfe, Krankenhaus und Ausbildung für Diakone. Es prägt sich der Untertitel „Anstalten Hephata", der bis in die 70er Jahre Bestand haben sollte.

Eine Kirche auf dem Anstaltsgelände

Der Kommunallandtag der damaligen preußischen Provinz Hessen-Nassau stiftete anlässlich der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares Hephata ein Kirchengbäude. Aus eigenen Mitteln hätte sich die Einrichtung eine Kirche nicht leisten können. Die Bauzeit betrug ein Jahr. Am 15. August 1906 weiht Kaiserin Auguste Viktoria selbst die Hephata-Kirche ein.

Nationalsozialistischer Einfluss

Hephata wird von den Nationalsozialisten unter Druck gesetzt und ist beteiligt an der aktiven Durchführung des nationalsozialistischen „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". 1937 und 1938 werden ca. 385 Bewohnerinnen und Bewohner aus Hephata abtransportiert, in staatliche Einrichtungen verlegt und die meisten dort ermordet. Das Mahnmal neben der Hephata-Kirche erinnert an sie bis heute.

Neugründung der Ev. Kirche Deutschland

In einer Kirchenkonferenz vom 27. bis 31. August 1945 gründet sich in der Hephata-Kirche die EKD neu und ruft das Evangelische Hilfswerk (heute: Diakon. Werk) ins Leben. Das einzig historische Foto zeigt sieben Sprecher des neu berufenen 12-köpfigen EKD-Rates: Martin Niemöller, Wilhelm Niesel, Theophil Wurm, Hans Meiser, Heinrich Held, Hanns Lilje, Otto Dibelius (v.l.n.r.).

Nachkriegszeit

Die Auswirkungen des menschenverachtenden nationalsozialistischen Regimes prägten auch die Jahre nach dem Krieg. Zahlreiche in Heimen lebende Kinder und Jugendliche wurden misshandelt, entwürdigt und zur Arbeit gezwungen. Leider war dies auch in damaligen Heimen Hephatas bis Mitte der 1970er Jahre der Fall.

Reformen

Mitte der 1970er Jahre setzte mit Paradigmenwechseln in der Behindertenhilfe, Jugendhilfe und Sozialen Rehabilitation eine Reformierung der Ausbildung und Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen ein. Beispielsweise fällt in diese Zeit die Verstaatlichung der Erzieher*innen-Ausbildung in Deutschland. 

Dezentralisierung

Hephata bedient den großen Bedarf an individueller Förderung und Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen. Dies spiegelt sich auch in einer Dezentralisierung der Einrichtung wider. Ursprünglich als Einheit von Arbeits- und Lebensort konzipiert, ist Hephata heute ein diakonisches Unternehmen an 58 Standorten in Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz.

Hier finden Sie uns

Alle wichtigen und hilfreichen Informationen zu unseren Standorten und die jeweiligen Kontaktdaten können Sie unserer interaktiven Karte entnehmen.

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