Hephata - Spendenprojekt
 
 
 
 
 
 
 
 

Ausbildung für benachteiligte Jugendliche

Mit Geschick sägt Jordan L. eine Holzplatte in zwei Teile. Der 25-jährige macht seine Ausbildung als Schreiner in der Hephata Berufshilfe. Das Arbeiten mit dem Holz geht ihm leicht von der Hand. Das war jedoch nicht immer so.

Durch sein privates Umfeld und seine eigene Einstellung fiel es ihm noch vor ein paar Jahren sehr schwer sich zu motivieren: „Ich war ein Chaot. Ich hatte einfach auf nichts Lust.“, sagte er heute und blickt nicht gerne auf diese Zeit zurück. Nach einer abgebrochenen Ausbildung fängt er nach einer Auszeit in der Hephata Berufshilfe ganz von vorne an – ein echter Neustart für ihn. Denn er ist motiviert bei der Sache: So engagiert er sich als Werkstattsprecher und setzt sich für die anderen Auszubildenden ein. Er zeigt sich ehrgeizig und macht ganz nebenbei einen Führerschein für den Gabelstapler, der ihm weitere Arbeitsfelder eröffnet. Er hat einen richtigen Lauf, denn während eines Praktikums in einem lokalen Unternehmen überzeugte er so sehr, dass er übernommen wird und künftig dort arbeiten wird.

Eine Erfolgsgeschichte, die so nicht selbstverständlich ist. „Ich bin dankbar und glücklich über meine berufliche Entwicklung.“, sagt er, während er gekonnt und mit präzisem Blick ein Stück Holz mit dem Hobel bearbeitet.  Für den jungen Mann aus Schwalmstadt stand von Anfang an fest, dass er mit Holz arbeiten möchte. Er hat sichtlich Freude im eigenständigen Umgang mit Werkstoff, den Maschinen und Werzeugen.  Möglich wird ein solche Erfolgsgeschichte, wie die des 25-jährigen Schreiners nur dank intensiver Förderung. Die Ausbildung bei Hephata wird sowohl von qualifiziertem Fachpersonal als auch von zahlreichen Sozialpädagogen begleitet. Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden einen individuellen Förderunterricht in der sonderpädagogisch ausgerichteten Berufsschule Hephatas.

Das Angebot gilt benachteiligten Jugendlichen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, sozial auffällig sind oder spezielle Unterstützungsbedarfe haben. Für diese jungen Mädchen und Jungen bietet Hephata eine berufliche Perspektive: Ausbildungsplätze gibt es in den Bereichen Farbe, Metall, Holz, Hauswirtschaft sowie Garten- und Landschaftsbau. Gut drei Viertel der Jugendlichen, die ihre Ausbildung abschließen, finden direkt im Anschluss einen Arbeitsplatz in einem Betrieb. So wie Jordan L., der ausdrücklich die Arbeitsatmosphäre in der Werkstatt lobt:  „Die Ausbildung bei Hephata war richtig gut. Ich habe Spaß bei der Arbeit und bin rundum zufrieden.“

Leider ist die Finanzierung dieser Angebote  ein Problem: Die Arbeitsagenturen stellen Jahr für Jahr weniger Budget für die berufliche Bildung benachteiligter Jugendlicher  zur Verfügung. Gleichzeitig steigen beispielsweise die Anforderungen an Arbeitssicherheit und eine moderne Ausstattung der Werkstätten wird vorausgesetzt. Wir bitten Sie daher: Helfen Sie mit Ihrer Spende dabei, dass gerade die jungen Menschen, bei denen nicht immer alles rund gelaufen ist, eine berufliche Perspektive erhalten. Jeder Euro unterstützt Jugendliche, die eine Chance auf eine qualifizierte Ausbildung benötigen.

Damit auch im kommenden Lehrjahr Jugendliche eine berufliche Perspektive erhalten und motiviert durchstarten können.