Hephata - Spendenprojekt

Das Leben wieder in die Spur bringen

Das erste Mal betrunken war Nina* mit zwölf Jahren. Nach einer Party taumelt sie damals nach Hause. Ihre Eltern sagen sich: „Irgendwann musste es ja einmal so kommen.“ Sie glauben, dass Nina daraus lernt. Leider sollen sie kein Recht behalten.

Denn das ist für das junge Mädchen erst der Anfang. Sie wird süchtig nach dem Rauschzustand, den sie erfährt, wenn sie Alkohol trinkt. Erst auf Feiern, bald auch schon nachmittags und in den Freistunden greift sie zur Flasche. Sie steigert sich immer weiter in den Alkoholkonsum hinein. Dadurch vergisst die Teenagerin zwar ihre Probleme, vernachlässigt aber auch sich selbst, ihre Freunde und die Schule. Immer wieder versuchen Freunde, sie zum Aufhören zu bewegen. Tatsächlich versucht sie es auch, nicht mehr zu trinken– immer wieder. Doch es geht nicht. Ihre Sucht ist einfach stärker.

Nach einem besonders heftigen Exzess landet sie im Krankenhaus. Der Arzt bescheinigt der heute 16-Jährigen: Die Leberwerte sind für eine Jugendliche katastrophal und auch sonst ist ihr Körper in einem schlechten Zustand. Erst jetzt bemerkt Nina, dass ihr Leben aus großen schwarzen Löchern besteht. In ihrem Gedächtnis fehlen die Erinnerungen an fast alle Freitag- und Samstagabende der letzten Monate.

Sie versteht nun, dass sie alleine aus dieser Situation nicht mehr herauskommt und vertraut sich und ihre Probleme Heike Eckert an. Die erfahrene Leiterin der Hephata-Beratungsstelle für Jugend, Drogen und Sucht berät Nina und klärt sie auf. Sie sprechen gemeinsam über Ninas Lebensziele und wie sie jetzt darauf hinarbeiten kann.

 

Heike Eckert

Beratung bringt Jugendlichen neue Perspektiven

Nina ist eine von rund 150 jungen Klientinnen und Klienten, die die Beratungsstelle Hephatas im Jahr begleitet. Dort erhalten die Hilfesuchenden im geschützten Raum eine umfassende Beratung und Hilfe beispielsweise bei Anträgen bei den Krankenkassen.

Die Mitarbeitenden nehmen sich auch der Probleme im Umfeld der Klienten an, damit sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zuerst auf ihre Therapie der Suchterkrankung fokussieren können. Durch diese Arbeit schaffen es mehr als 60% der hilfebedürftigen Jugendlichen, einen Entzug zu absolvieren und anschließend einen Ausbildungsoder Arbeitsplatz zu finden. Sie erhalten das, was ihnen vorher gefehlt hat: eine Perspektive für die Zukunft.

Wie auch bei Nina. Sie ist auf einem guten Weg, mit professioneller Hilfe weg vom Alkohol zu kommen. Schon jetzt weiß sie, dass sie den abgebrochenen Schulabschluss nachholen will. Dank der Arbeit in der Hephata-Beratungsstelle kann sie eine drogenfreie Zukunft gestalten.

Heike Eckert

Suchtkranke Jugendliche brauchen Ihre Hilfe

Wir bei Hephata wollen für die jungen Menschen mit Suchtproblemen da sein und ihnen dabei helfen, sich eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen. Die individuelle Betreuung ist zeitaufwendig sowie personal- und kostenintensiv.

Wir wollen das für die Jugendlichen kostenfreie Angebot der Beratungsstelle aufrechterhalten. Die wenigen öffentlichen Mittel reichen zur Finanzierung der wichtigen Anlaufstelle leider bei weitem nicht aus.

Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung – damit Jugendliche aus den Fängen der Drogensucht befreit werden können und eine Perspektive für die Zukunft erhalten.

Ihre Spende hilft!

Spendenkonto Stadtsparkasse Schwalmstadt
IBAN: DE17 5205 3458 0000 0042 42

Schnell und ganz sicher: Füllen Sie unser Spendenformular online aus und Ihr Geld kommt an – garantiert!

*Name geändert

23.03.2020