Aktuelles Spendenprojekt
 
 
 
 
 
 
 
 

Auf einem guten Weg

Julia ist gerade einmal 16 Jahre alt, als sie ihre Tochter Lea zur Welt bringt. Schon die Zeit der Schwangerschaft hat Julia überfordert – jetzt, da das Baby da ist, wächst ihr die Mutterrolle zusehends über den Kopf.

Ohne Job blickt Julia zudem in eine ungewisse Zukunft. Diese Perspektivlosigkeit und die Verantwortung für ihre kleine Tochter Lea bereiten der Jugendlichen große Sorgen. Sie ist im Grunde selbst noch ein Kind und weiß nicht, wie sie das alles schaffen soll. Konflikte in der Familie machen es ihr unmöglich, zu ihren Eltern zu gehen. Dort trifft sie nur auf Unverständnis und erhält nicht die notwendige Unterstützung.

Schließlich kommt es sogar  soweit, dass das Jugendamt in Erwägung zieht, die kleine Lea in eine Pflegefamilie zu vermitteln. Dort soll das Baby die notwendige Betreuung erhalten. „Lea war zwar nicht geplant, aber ich wollte sie auf keinen Fall weggeben“, sagt die junge Mutter. Ihr wird klar, dass es so nicht weiter gehen kann.

Die Frankfurterin sucht daher Hilfe beim Zentrum für Mädchen und junge Frauen der Hephata Diakonie in Diez. Hier beraten sie geschulte Mitarbeiter und sie erhält sofort Hilfe: Sie bezieht ein 1-Zimmer-Apartment im gleichen Haus. Dort lebt sie mit anderen jungen Müttern in einer Wohngemeinschaft und wird von Hephata-Mitarbeitern im Umgang mit dem Baby rund um die Uhr unterstützt.

In dem Mutter-Kind-Haus gibt es fünf kleine Wohnungen, die von jungen alleinerziehenden Müttern ab 15 Jahren mit ihren Kindern bewohnt werden können. Die jungen Frauen erhalten hier von erfahrenem Personal Unterstützung dabei, die Grundlagen im  Umgang mit einem Kind zu lernen und schrittweise eine tragfähige Beziehung zu Ihrem Kind aufzubauen. Darüber hinaus gibt es Anleitungen zurHaushaltsführung und der Freizeit gestaltung.

„Das Ziel unserer Arbeit ist immer die Befähigung zur selbstständigen Versorgung des eigenen Kindes“, betont Mitarbeiterin Raluca Popp. In intensiven Gesprächen geht es darum, die Stärken der jungen Mütter zu ermitteln und gemeinsam festzulegen, welche Unterstützung notwendig ist. Die individuelle Betreuung erfolgt dann nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe.

Hilfe im Alltag für junge Mütter

Seit Julias Einzug ist einige Zeit vergangen. „Ich bin froh, dass ich bei Hephata gelandet bin. Dass jederzeit eine Ansprechperson da ist und man ohne starre Strukturen hier leben kann, hat mir sehr geholfen“, sagt die junge Mutter heute glücklich. Ihr und ihrer Tochter geht es gut; Lea wird bald fünf Jahre alt und Julia hat gelernt, mit der Verantwortung umzugehen. Mittlerweile kann sie fast alleine für sich und ihre Tochter sorgen. Sie hat jetzt eine eigene Wohnung und geht arbeiten. Lea ist derweil im Kindergarten. Julia ist auf einem guten Weg – sie ist erwachsen geworden und hat ihr Leben im Griff. Im nächsten Lehrjahr beginnt sie eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau.

Somit hat sie für sich und ihr Kind eine gute Perspektive geschaffen. „Die Mitarbeiter im Mutter-Kind-Haus sind für uns wie eine zweite Familie. Ohne die hätten wir das bestimmt nicht geschafft“, sagt Julia heute und freut sich auf die Zukunft mit ihrer Tochter. Viele junge Frauen, die in jungen Jahren ein Kind bekommen, sind alleinerziehend und benötigen Unterstützung bei der Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Hephata schafft daher weitere Wohnplätze für junge Mütter in der Rhein-Main-Region. Ab 2019 bietet Hephata in einem neuen Haus sieben kleine Wohnungen an. Die Grundausstattung finanziert das Jugendamt. Jedoch fehlt für viele Anschaffungen noch die Finanzierung.

Wir bitten Sie daher um Ihre Spende für schwangere Mädchen und junge Mütter, die Unterstützung im Umgang mit ihren Kindern und Hilfe auf dem Weg in ein selbstständiges Leben benötigen.