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Ein Teil des Ganzen sein

Spendenprojekt Wfbm ZIG

Was von der Bundesstraße aus wie eine ganz normale Industriehalle aussieht, unterscheidet sich im Innern deutlich von einer gewöhnlichen Produktionsstätte für Metallprodukte. Es handelt sich um eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Wenn Markus Roßbach von seinem Arbeitsplatz durch die große Glasfront der Fertigungshalle auf die nagelneuen Pkw-Anhänger blickt, ist er stolz. Was hier, in der modernen Werkstatt für Menschen mit Behinderungen entsteht, ist das Werk vieler Hände. Schon seit zwölf Jahren arbeitet der junge Mann mit geistiger Behinderung in der Hephata-Werkstatt. Er weiß genau, was an welchem Arbeitsplatz geschieht und wie aus vielen Teilen ein großes Ganzes wird.

In der Produktion ist jeder Arbeitsplatz so gestaltet, dass jeder hier individuell gefördert und gefordert wird.Auch sonst unterscheidet sich die moderne Fertigungsstätte deutlich von einer gewöhnlichen metallverabeitenden Werkstatt: Da gibt es auf die individuellen Bedürfnisse eingerichtete Arbeitsplätze und Maschinen, einen Pflegeraum für Menschen, die beispielsweise Unterstützung beim Ankleiden benötigen, und eine Tagesförderstätte für schwerbehinderte Menschen.

 

Vom Wert der Arbeit

Markus Roßbach liebt es, Besuchern die Metallwerkstatt der Hephata Diakonie in Schwalmstadt-Ziegenhain zu zeigen. Die Arbeitsplätze, an denen Metall gedreht, gefräst und geschweißt wird. „Seine“ Werkstatt, in der er schon seit mehr als zwölf Jahren arbeitet, und „sein“ Team, das ihm ans Herz gewachsen ist. Man spürt, wie dankbar und stolz er ist, zum Erfolg des Betriebes beizutragen und ein Teil der Gemeinschaft zu sein.

Für Menschen mit Behinderung ist es schwer, im ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, der oft von  Gewinnmaximierung, Leistungs- und Zeitdruck geprägt ist. Neben einer besonderen Ausstattung des Arbeitsplatzes benötigen sie Unterstützung und Begleitung durch Mitarbeiter, die über eine sonderpädagogische Ausbildung verfügen.

Eine sinnvolle Beschäftigung ist wichtig, damit Menschen mit Behinderung Wertschätzung erfahren und Selbstbewusstsein entwickeln können.

WfbM ZIG Spendenprojekt

Der Mensch im Mittelpunkt

All das kostet viel Mühe, Zeit und Geld. Damit das Konzept aufgeht, entstehen hier Produkte höchster Qualität. Kunden aus der Automobilbranche, der Kühltechnik und der Werkzeugherstellung beziehen Spezialteile, die behinderte Menschen herstellen. Der Markt nimmt jedoch keine Rücksicht auf die besonderen Arbeitsbedingungen in der Behindertenwerkstatt. Um im Wettbewerb zu bestehen und die hohen Qualitätsanforderungen zu erfüllen, müssen wir fortwährend investieren.

Eine Behindertenwerkstatt steht heute im Wettbewerb mit Unternehmen der freien Wirtschaft. Was die Werkstatt verlässt, muss den Qualitätsnormen und dem Preisniveau des Marktes entsprechen. Die Beschäftigten müssen mit den Produkten und Dienstleistungen ihre Löhne selbst erwirtschaften. Die Hephata-Werkstatt in Ziegenhain stellt sich diesen Herausforderungen. 150 Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten hier im Pkw-Hängerbau, in der computergesteuerten Zerspanung und in der Produktion von Gewindestangen für die Autoindustrie. Um die Kundenbedürfnisse auch künftig erfüllen zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben, wird dringend eine moderne CNC-Maschine benötigt. Sie erlaubt es, dank moderner Steuerungstechnik, präzise auch komplexe Werkstücke zu fertigen. Doch die 80.000 Euro teure Anschaffung ist aus eigenen Mitteln nicht zu leisten.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende die Investition für de Zukunft zu ermöglichen. Nur so erhalten Menschen wie Markus Roßbach auch künftig Beschäftigung und Qualifizierung.

Bereits mit einem kleinen Betrag können Sie dabei helfen, dass Menschen mit Behinderungen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance erhalten, eine sinnstiftende Aufgabe erhalten. So unterstützt Ihre Spende ganz direkt Menschen mit Behinderungen in unserer Metallwerkstatt in Schwalmstadt-Ziegenhain.

Haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstüztung!