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Nicht nur ein Haus

Jannick will selbstbestimmt leben - mitten in der Gesellschaft. Bald geht für ihn und 13 weitere Menschen mit Behinderung ein lang ersehter Wunsch in Erfüllung: Sie werden bald in das neue Wohnhaus der Hephata-Behindertenhilfe in Rotenburg einziehen. 

Jannik ist auf Unterstützung angewiesen, weil er sich kurz nach der Geburt mit Streptokokken infizierte, die zu einer Hirnhautentzündung führten. Trotzdem kann und möchte er jetzt in seine erste eigene Wohnung ziehen. „Ich freue mich schon sehr – auf die neue Umgebung, auf neue Freunde und neue Aufgaben. Zu Hause musste ich nie helfen, das muss ich hier erst lernen“, sagt der 19-Jährige. Die Behindertenhilfe der Hephata Diakonie setzt in den Wohneinrichtungen auf Selbstbestimmung. Das bedeutet auch: selbst einkaufen, selbst kochen, selbst waschen und selbst putzen. Wobei die Mitarbeiter der Hephata Diakonie die notwendige Unterstützung geben.

Es bedeutet aber auch: Die Möglichkeit der individuellen Freizeitgestaltung. „Ich gehe gerne in die Stadt, zum Beispiel einkaufen“, sagt Jannik. Das neue Wohnhaus Hephatas ist nur fünf Gehminuten von der Fußgängerzone Rotenburgs entfernt. In dem barrierefreien Haus können insgesamt 14 Erwachsene mit Behinderungen in zwei Wohngemeinschaften leben. Es gibt nur Einzelzimmer, je zwei Bewohner teilen sich ein Bad. Hinzu kommt wie in jeder Wohngemeinschaft eine Küche mit gemeinschaftlichem Wohnbereich. Die Architektur bietet eine helle und freundliche Wohnatmosphäre.

Jannik plant gemeinsam mit seinem Vater und Pia Pfeiffer (Hephata-Mitarbeterin) die Einrichtung seines Zimmers

Das derzeit noch im Bau befindliche Gebäude wird noch dieses Jahr als neue Einrichtung Hephatas eröffnet. Jannik plant schon jetzt den Einzug: „Mein Fernseher und meine DVD-Sammlung kommen auf jeden Fall mit!“, grinst der junge Mann. Janniks Vater Jörg Schade ist ebenfalls zufrieden: „Ich bin sehr glücklich, dass wir für Jannik einen Platz gefunden haben, der in der direkten Umgebung ist. Für Jannik ist dieses Wohnangebot von Hephata ideal, er wollte auf keinen Fall in einer Großeinrichtung leben.“

Mit der Regionalisierung der Wohnangebote sorgt Hephata dafür, dass Menschen mit Behinderung mitten in die Gesellschaft kommen und zu Nachbarn werden. „Die Aufgabe der Dezentralisierung ist es, dort Wohnangebote für Menschen mit Hilfebedarf zu schaffen, Jannick will selbstbestimmt leben – mitten in der Gesellschaft wo es eine Nachfrage gibt. Die betreuten ambulanten oder stationären Wohnangebote der Hephata-Behindertenhilfe bieten genau das. Barrierefreies Wohnen, das die Inklusion der Menschen fördert und Teilhabe ermöglicht“, erklärt Pia Pfeiffer, Hephata-Mitarbeiterin.

Zu einem selbstbestimmten Leben gehört es, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich die Entscheidungen nach ihrem Wohnort selbst treffen. Das eigene Leben in die Hand zu nehmen und die eigene Zukunft nach den eigenen Möglichkeiten zu gestalten, ist eine große Herausforderung. Jannik hat diese Entscheidung für sich getroffen. Er und sein Vater freuen sich schon auf die Fertigstellung des neuen Hauses und den Einzug.

Helfen Sie mit Ihrer Spende! Unterstützen Sie uns dabei, Menschen mit Behinderung in weiteren hessischen Landkreisen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen - und zwar dort, wo die Menschen leben möchten. Hierfür benötigen wir dringend Ihre Unterstützung. Mit Ihrer Spende legen Sie den Grundstein für eine bessere Zukunft aller Menschen in Hessen. Menschen mit Behinderung gehören mitten in unsere Gesellschaft - also sollen sie auch mitten in unseren Gemeinden leben dürfen!

So helfen Sie mit Ihrer Spende:

Mit 30 Euro helfen Sie, in einem Wohnraum die hohen Brandschutzauflagen zu erfüllen. Die Sicherung vor Bränden ist für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit besonders wichtig.

Mit 50 Euro unterstützen Sie in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen den Ausbau barrierefreier sanitärer Anlagen. Pro Badezimmer werden für die Nutzung mit einem Rollstuhl zirka drei zusätzliche Quadratmeter an Raum benötigt.

Mit 150 Euro kann in eine Tür ein elektrischer Antrieb eingebaut werden, sodass Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen einfacher hindurch gelangen. Es sind oft solche vermeintliche Kleinigkeiten, die im Alltag besonders hilfreich sind.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!