Hephata - Spendenprojekt
 
 
 
 
 
 
 
 

Inklusion macht glücklich

An einem warmen Sommertag, von denen wir in diesem Jahr schon so viele hatten, suchen sich viele Menschen gerne einen ruhigen Ort im Schatten und freuen sich über ein kühles Getränk. Karen S. hingegen ist gerade bei sonnigem Wetter voll in ihrem Element.

„Wenn es warm ist, wollen alle Leute draußen sitzen und bestellen viele Getränke“, sagt sie fröhlich, während sie geschickt einige Gläser in ein Regal einräumt. Ihre Aufgaben in dem kleinen Café „La Porta“ in Büdingen machen die 40 Jährige glücklich. Dass Karen S. mit dem Down-Syndrom lebt, fällt hier nicht weiter auf. Sie notiert die Bestellungen in ihren Block, serviert Kaffee und Kuchen – immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Karen S. ist ein fröhlicher Mensch. Sie tanzt gerne, hat Freude an ihrer Arbeit und ist gerne unter Menschen. Seit 2017 bewohnt sie das von Hephata neu errichtete Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Büdingen und ist sichtlich zufrieden: „Es ist schön. Die Nachbarn sind nett und das „La Porta“ ist auch nicht weit entfernt.“

Das Café in der Büdinger Vorstadt wurde gemeinsam mit der Kirchengemeinde vor Ort als integratives Projekt ins Leben gerufen. So wurde hier eine Möglichkeit für alle Menschen der Umgebung geschaffen, Inklusion zu erleben und einen Ort der Begegnung zu haben. „Das „La Porta“ ist ein gelungenes Beispiel für unsere Sozialraum-Arbeit.

Wohnraum und Arbeitsplätzefür Menschen mit Behinderung zu schaffen, ist das Eine. Unser übergreifendes Ziel ist es jedoch, weiter an einer inklusiven Gesellschaft mitzuwirken“, sagt Frank Keller, der als Projektleiter bei Hephata für die Regionalisierung von Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung zuständig ist.

Ein Ort der Begegnungen

Neben dem Angebot von Kaffee und Kuchen finden dort regelmäßig Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen statt - wie zum Beispiel Spielenachmittage für Jung und Alt. Dann versammeln sich an den Tischen des Cafés viele Menschen, die fröhlich Karten- und Brettspiele miteinander spielen.

An anderen Orten in Hessen sind - organisiert von Hephata - bereits ähnliche Projekte wie das Café „La Porta“ angelaufen oder in Planung. Für die Arbeit im Sozialraum ist es notwendig, zunächst Potenzial für Projekte zu erkennen. „Dazu beziehen wir bei Hephata immer unsere Klienten, also Menschen mit Behinderung, in die Planungen mit ein“, erklärt Keller. Diese Arbeit für und mit Menschen mit Behinderungen bedarf eines hohen Aufwandes. „Schon lange bevor die ersten Bewohner in ein neues Wohnangebot einziehen, erkundet unser Sozialraum-Team die Umgebung, knüpft Kontakte mit künftigen Nachbarn und findet Partner, mit denen gemeinsam wir Inklusion vor Ort ermöglichen können“, so Keller weiter.

Doch für die Entwicklung von Netzwerken und lokalen Inklusions-Konzepten sowie für die Koordination der Projekte fehlt es an Finanzierung, zumal die Arbeit unseres Sozialraum-Teams nicht von den Kostenträgern bezahlt wird. Zudem sind wir auch bei ganz praktischen Dingen auf Ihre Unterstützung angewiesen - zum Beispiel bei kleinen Anschaffungen für die Ausstattung eines inklusiven Treffpunkts.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie Menschen mit Behinderung ein inklusives Leben. Weitere Projekte wie das Café in Büdingen können durch Ihre Hilfe ins Rollen kommen – dadurch können mehr Menschen wie Karen S. ein glückliches, inklusives Leben führen.