
Brüderhaus
Das Brüderhaus
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Mahnmal Diakon Richard Altschul
Sie stehen am alten Wohn- und Schul-Gebäude für Diakonen-Schüler.
Diakonen-Schüler haben bis zur Mitte der Jahre 1970 im Brüderhaus gelebt und gelernt. Heute ist das Brüderhaus ein Haus für Konferenzen, Begegnung und Büros.
Das Brüderhaus ist im Jahr 1926 zum 25. Jubiläum des Vereins Hessisches Brüderhaus gebaut worden. Der Verein hat sich im Jahr 1901 gegründet. Er hat die Anstalten Hephata vom Kurhessischen Diakonissenhaus übernommen. Deswegen ist das Jahr 1901 das Gründungs-Jahr des Vereins Hephata.
Der Verein Hessisches Brüderhaus ist auch für die Ausbildung von Diakonen verantwortlich gewesen. Er hat im Jahr 1970 die erste Frau aufgenommen. Im Jahr 1973 hat der Verein den Namen und die Leitungs-Organisation geändert. Seitdem hat es 2 Vereine gegeben: Das diakonische Unternehmen Hephata und die neue Brüderschaft. Aus der Brüderschaft ist später die Diakonische Gemeinschaft Hephata entstanden. Die Diakonische Gemeinschaft hat heute mehr als 400 Mitglieder. Das sind Frauen und Männer bei Kirche und Diakonie, in sozialen und Pflege-Berufen. Hinter dem Brüderhaus liegt das Gelände der Hephata-Akademie für soziale Berufe. Hier werden soziale und Pflege-Berufe unterrichtet sowie die Diakonen-Ausbildung neben dem Beruf. Zusätzlich zur Akademie gibt es auch einen Standort der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD).
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In der Akademie für soziale Berufe hinter dem Brüderhaus lernen die Fachkräfte von morgen. Sie arbeiten später zum Beispiel in den Wohn-Angeboten und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Die Fachkräfte können dabei auch zusätzlich eine Ausbildung zum Diakon oder zur Diakonin machen. Das heißt: Doppelte Qualifikation. Denn die Diakonen-Schüler und Diakonen-Schülerinnen müssen eine staatliche und eine kirchliche Ausbildung machen. Erst dann können sie als Diakone und Diakoninnen eingesegnet werden.
Kommen wir wieder zurück vor das Brüderhaus. Hier sehen Sie ein Mahn-Mal. Es erinnert an Diakon Richard Altschul. Er ist während des National-Sozialismus ein Mitglied des Hessischen Brüderhauses gewesen. Weil er jüdische Eltern gehabt hat, hat er aus der Bruderschaft austreten müssen. Er ist am 30. Oktober 1943 im Konzentrations-Lager Auschwitz getötet worden. Das Mahn-Mal gibt es seit 2004. Die Diakonische Gemeinschaft Hephata zeigt damit: Wir haben unser Mitglied damals nicht gut beschützt und behandelt. Das darf nie mehr passieren.
Im Brüderhaus selbst finden sich heute die Büros der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und Seminar-Räume. Außerdem befinden sich hier auch die Büros der Öffentlichkeitsarbeit Hephatas. Und der Landwirtschaftlichen Familienberatung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zusätzlich hat hier auch die Selbst-Verwaltung der Studenten und Studentinnen ein Büro. Das ist der HASTA. HASTA bedeutet: Hephatas Allgemeiner Studierendenaus-Schuss.
Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata / Gesamtkonvent 2025





