Ärzt*innen-Patient*innen-Seminar zu Epilepsie
Neue Perspektiven in der Behandlung
Unter dem Motto: „Epilepsie: Neue Perspektiven in der Behandlung“ veranstaltet das Hephata-MVZ am Dienstag, 2. Juni, von 16 bis 18 Uhr, in Schwalmstadt-Treysa ein Ärzt*innen-Patient*innen-Seminar. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Informationsangeboten des MVZs in diesem Jahr zu neurologischen Erkrankungen, deren Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Dr. Sirous Javidi, Facharzt für Neurologie, Schlafmedizin und Epileptologie, hält einen Kurzvortrag über aktuelle Entwicklungen in der Epilepsiebehandlung. Dabei spricht er unter anderem über die noch immer bestehende Tabuisierung von Epilepsie in der Gesellschaft, die historische Entwicklung der Erkrankung sowie neueste Forschungsergebnisse und moderne Therapieansätze. Außerdem geht es um den Umgang mit Epilepsie im Alltag und darum, wie Betroffene trotz der Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben führen können. Im Anschluss an den Vortrag können die Teilnehmenden Fragen stellen und die Möglichkeit des Austausch mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen nutzen.
Die Epilepsie ist eine chronische Erkrankung des Gehirns und gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Sie tritt oft zum ersten Mal im Kindes- und Jugendalter oder bei Menschen ab 60 Jahren auf. Typisch sind wiederkehrende epileptische Anfälle, die durch vorübergehende Störungen der Gehirnfunktion ausgelöst werden. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein und reichen von Muskelzuckungen, Bewusstseinsstörungen bis hin zu Sinnestäuschungen oder Orientierungslosigkeit. Ursachen sind unter anderem genetische Faktoren, Stoffwechselstörungen, Schädel-Hirn-Verletzungen oder auch Gehirnveränderungen, etwa durch Tumore, Schlaganfälle oder Entzündungen. Rund ein bis zwei Prozent der Bevölkerung erkranken in ihrem Leben an Epilepsie. Zwar gilt die Erkrankung bislang als nicht heilbar, sie kann heute jedoch in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden. In Deutschland gehen Schätzungen von 650.000 Betroffenen aus, weltweit sind es mehr als 60 Millionen Menschen.
„Gerade in den vergangenen Jahren hat sich in der Epileptologie vieles weiterentwickelt. Neue Erkenntnisse und moderne Behandlungsmöglichkeiten geben Anlass zur Hoffnung und helfen dabei, die Erkrankung besser zu verstehen und gezielter zu behandeln“, sagt Dr. Sirous Javidi, medizinischer Leiter des MVZ-Standorts Schwalmstadt-Treysa. „Dieses Wissen möchten wir mit Betroffenen teilen und gemeinsam neue Perspektiven eröffnen.“
- Das Seminar am 2. Juni findet im großen Vortragsraum im Erdgeschoss der Hephata-Klinik statt.
- Nähere Informationen gibt es im MVZ unter Tel.: 06691 18-2003 und E-Mail: anmeldung-schwalmstadt@mvz.hephata.com
Die Teilnahme ist kostenlos, ohne Anmeldung sowohl für Patient*innen als auch Nicht-Patient*innen des Hephata-MVZs möglich. Nach den Vorträgen und dem Austausch steht ein kostenloser Imbiss mit Fingerfood und Kaltgetränken bereit.