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Schichtwechsel 2025: LWV Hessen und Hephata-Werkstätten

Ein Tag beim LWV Hessen: Vier Werkstattbeschäftigte tauschen Arbeitsplätze

Beim Schichtwechsel 2025 arbeiteten Daniel Schäfer, Sabrina Dudek, Diana Baraniak und Lisa Marie Fritz einen Tag lang in der LWV-Hauptverwaltung in Kassel und erhielten vielfältige Einblicke von Poststelle bis Sachbearbeitung. Im Gegenzug unterstützten LWV-Auszubildender Levi Kind und Ausbildungsleiter Stefan Gerlach die Teams in der Bürstenmacherei und Gärtnerei der Hephata-Werkstätten in Treysa.

Auch der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV), als zentraler Leistungsträger in der Eingliederungshilfe ein wichtiger Partner der Hephata Diakonie, nahm am Schichtwechsel teil. Vier Klient*innen tauschten für einen Tag ihre Werkstattplätze gegen Jobs in der LWV-Hauptverwaltung in Kassel: Die Werkstatträte Daniel Schäfer und Sabrina Dudek aus dem Arbeitsbereich Industriemontage des Geschäftsbereichs Soziale Teilhabe (ehemals Behindertenhilfe) in Schwalmstadt sowie Diana Baraniak und Lisa Marie Fritz aus der Für Uns-Manufaktur in Fritzlar, einer Werkstatt für Menschen mit psychischen oder Suchterkrankungen.

Ihr Ziel war klar: die Abläufe und Tätigkeiten beim LWV aus nächster Nähe kennenlernen. „Ich hoffe, dass ich möglichst viel vom LWV sehen und überall mal hereinschauen kann“, sagte Daniel Schäfer zu Beginn des Tages.

Einblicke in das Ständehaus in Kassel

In der Poststelle halfen sie beim Abholen, Öffnen und Sortieren der täglichen Eingangspost. „Hier ist ganz schön was los – da muss man gut organisiert sein, um nicht durcheinander zu kommen“, stellte Schäfer fest.

Weitere Eindrücke sammelten die beiden gemeinsam mit Diana Baraniak und Lisa Marie Fritz in der Registratur, der Haustechnik und der Sachbearbeitung der Eingliederungshilfe. Baraniak war begeistert: „Ich habe großes Interesse an Archiven, das ist so ähnlich wie eine Registratur. Ich möchte wiederkommen – für ein richtiges Praktikum.“ Und auch Lisa Marie Fritz war beeindruckt: „Die Sachbearbeitung hat mir am besten gefallen. Ich habe sogar meine eigene Akte gesehen. Nächstes Jahr will ich wieder mitmachen!“

Bürstenmacherei und Gärtnerei in Treysa

Währenddessen waren Levi Kind, Auszubildender beim LWV, und stellvertretender Ausbildungsleiter Stefan Gerlach in Treysa im Einsatz. In der Bürstenmacherei probierte sich Kind mit viel Fingerspitzengefühl beim Fertigen von Backpinseln und stellte fest: „Die Arbeit mit Präzision hat mir richtig Spaß gemacht.“ Danach ging es in die Hephata-Gärtnerei, wo Bio-Knoblauch geputzt, sortiert und etikettiert wurde. Bereits am Montag hatte sich auch die Landesdirektorin Susanne Simmler ein Bild vor Ort gemacht, da sie am eigentlichen Aktionstag verhindert war.

Stefan Gerlach war vor allem von der Atmosphäre begeistert: „Hier arbeiten wirklich tolle Teams zusammen.“

Für Uns-Manufaktur in Fritzlar

Auch in Fritzlar tauschten LWV-Mitarbeitende ihre Büros gegen Werkstattarbeit: Jannik Liesegang, angehender Fachinformatiker, kontrollierte in der Montage Schuhlöffel auf Produktionsfehler und schliff ausgesägte Holztannenbäume in der Schreinerei glatt. Sein Fazit: „Die praktischen Aufgaben haben Spaß gemacht – und nebenbei konnte man sich gut mit den Beschäftigten austauschen.“ Seine Kollegin Ann-Christin Feige aus dem Personalbereich bearbeitete ebenfalls Schuhanzieher und half beim Fertigen von Weihnachtsdeko. Sie betonte: „Besonders gefallen hat mir der Austausch mit den Menschen hier. Und das Gefühl, am Ende des Tages ein fertiges Arbeitsergebnis in den Händen zu halten.“