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Nähtisch

Wissen aus dem Näh-Kästchen

Dieser kleine Kasten enthält unter anderem Fäden und Stoff zum Nähen. Mit diesem Näh-Kästchen haben früher Schneider und Schneiderinnen bei Hephata gearbeitet.

Das Näh-Kästchen ist ein Beispiel dafür: Hephatas Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, Klienten und Klientinnen haben früher viele Dinge für den Alltag selbst produziert. 

Es gibt ein Foto aus dem Jahr 1950 von einem eigenen Hephata-Fahrzeug. Das Foto finden Sie auf der Rück-Seite der Tafel. Die Fahrzeuge sind damals noch Tier-Kutschen gewesen. Damit haben Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, Klienten und Klientinnen Lebensmittel in die Stadt transportiert und verkauft. Denn Hephata hat auch schon Anfang der Jahre 1900 eine eigene Landwirtschaft gehabt. Eine Landwirtschaft mit Tieren, Eiern, Milch, Getreide, Gemüse und Obst-Bäumen. 

Außerdem hat Hephata damals schon eine eigene Küche, Wäscherei und Näherei gehabt. Genauso wie eine Schreinerei, Schmiede und Schlosserei. Und auch Körbe sind Anfang der Jahre 1920 schon selbst geflochten worden.

Vieles davon gibt es bei Hephata auch heute noch. Zwar sind aus den Pferde-Kutschen mittlerweile Autos und Land-Maschinen geworden. In der Wäscherei stehen auch keine Wasch-Kessel mehr, sondern große Wasch-Maschinen. Und sogar ein Block-Heiz-Kraft-Werk gibt es heute auf dem Haupt-Gelände: Für die Versorgung mit Energie. 

Trotzdem wird deutlich: Das Näh-Kästchen steht für mehr als nur Stoff zum Nähen. Es steht für Stoff aus dem Leben und für Geschichten. Vor allem aber auch für Wissen über Hephata, seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, seine Klienten und Klientinnen.

Werfen Sie einen genauen Blick in unser Näh-Kästchen. Sie finden dort auch Fragen und Antworten zu unseren Arbeits-Bereichen, Projekten und Angeboten. Auch zu unseren Standorten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Klienten und Klientinnen. Und auf den Rückseiten der Karten gibt es die Antworten gleich dazu. 

Nehmen Sie sich die Zeit und ziehen Sie ein paar Karten. Überlegen Sie sich gemeinsam mit Ihren Freunden, Ihrer Familie oder anderen Besuchern und Besucherinnen die Antworten. 

Und wenn Sie mögen, dann schreiben Sie einfach Ihre eigene Karte für unser Näh-Kästchen. Vielleicht haben Sie noch eine Frage, zu der Ihnen die Antwort fehlt. Es muss aber auch keine Frage sein. Es kann auch eine Reaktion zu der Ausstellung sein. Oder auch eine Idee oder ein Vorschlag. 

Und wenn Sie auf die Karte dann noch Ihren Namen und Ihre Adresse schreiben: Dann antworten wir Ihnen auf jeden Fall sehr gerne. Vielleicht ergibt sich daraus dann wieder ein ganz neuer Stoff für unser kleines Näh-Kästchen.

Das Foto zeigt: Eine Tier-Kutsche Hephatas aus dem Jahr 1950. Mit der Tier-Kutsche sind die Lebensmittel Hephatas in die Stadt gebracht worden.