Traumasensible Seelsorge
Fortbildungsreihe für Menschen in seelsorgerischen und sozialen Handlungsfeldern
Zielgruppe
Menschen in seelsorgerischen Tätigkeiten sowie Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern, z. B. Pfarrerinnen, Diakoninnen, Pflegende, Mitarbeitende in Beratung, Sozialarbeit, Pädagogik und Therapie.
Inhalte der Fortbildungsreihe
- Trauma verstehen: Grundverständnis von Trauma
- Traumatisierungsprozesse, Traumadynamiken und Traumafolgen
- Trauma und Heilung im Spiegel der biblischen Überlieferung sowie als Thema spiritueller Praxis
- Ressourcenorientierte Traumaarbeit als Werkzeug der seelsorgerlichen, sozialen und pädagogischen Begleitung
- Traumasensible Beziehungsgestaltung und Gesprächsführung
- Achtsamkeit und Selbstfürsorge im professionellen Kontext
- Praxisorientierte Übungen und Transfer in den Berufsalltag
„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen.“
In seelsorgerischen sowie sozialen, pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern begegnen wir immer wieder Menschen mit traumatischen Erfahrungen. Die Auswirkungen von Traumata prägen das Alltagsleben der Betroffenen häufig nachhaltig und zeigen sich auch in professionellen Begleitungs-, Beratungs- und Beziehungskontexten deutlich.
Traumatische Erfahrungen sind oft verbunden mit Einsamkeit, Ohnmacht und dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Das Vertrauen in sich selbst, in andere Menschen, in die Welt und nicht selten auch in Gott wird erschüttert.
Um dem etwas entgegenzusetzen, brauchen Menschen Orte der Sicherheit, das Erleben von Gemeinschaft sowie Erfahrungen von Selbstwirksamkeit. Gleichzeitig stellt die Traumadynamik besondere Anforderungen an Seelsorge, Beratung und Begleitung. Sie erfordert Haltungen und Vorgehensweisen, die sich in wesentlichen Punkten von herkömmlicher Praxis unterscheiden.
Die ressourcenorientierte Traumaarbeit bietet hierfür hilfreiche Zugänge und Methoden. Dabei schöpft traumasensible Seelsorge auch aus den Heilsbildern des Glaubens und aus biblischen Deutungen traumatischer Erfahrungen.
Diese Fortbildungsreihe lädt ein zu einem dialogischen Lernprozess zwischen Psychotraumatologie, Theologie und den Praxisfeldern seelsorgerischer sowie sozialer, pädagogischer und therapeutischer Handlungsfelder. Ziel ist es, Fachkräfte in diesen Arbeitsbereichen für Traumaerfahrungen zu sensibilisieren und ihnen konkrete, traumasensible Unterstützungsmöglichkeiten für ihre berufliche Praxis zu eröffnen.
Modul 1:
26. bis 29.10.2026 (Montag – Donnerstag)
Modul 2:
08. bis 11.03.2027 (Montag – Donnerstag)
Modul 3:
28.06. bis 01.07.2027 (Montag – Donnerstag)
Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V.
Tagungszentrum Brüderhaus
Elisabeth-Seitz-Straße 16
34613 Schwalmstadt-Treysa
Kursgebühr (inklusive Verpflegung):
575 Euro pro Teilnehmer*in und Modul
Ermäßigung:
Studierende, Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft sowie Mitarbeitende Hephatas erhalten eine Ermäßigung von 20 Prozent. Die ermäßigte Kursgebühr beträgt 320 Euro pro Teilnehmer*in und Modul.
Übernachtungsmöglichkeiten bestehen auf dem Hephata-Campus im Bethanienhostel oder im Elisabethhaus sowie bei umliegenden Anbietern.
Dozent*innen
Regina Miehling
wings of hope, Nürnberg Traumapädagogin, Traumaberaterin, Psychotherapeutin (HeilprG), Dozentin in der Traumaausbildung des zptn
Thorsten Garbitz
Pfarrer, Traumapädagoge, Traumaberater, Traumaseelsorger (DeGPT), Dozent an der Hephata Akademie für soziale Berufe und an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Fortbildner zum Thema „Trauma und Traumasensibilität“
Veranstalter/Kontakt
Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V.
Referat Fort- und Weiterbildung
Elisabeth-Seitz-Straße 12
34613 Schwalmstadt-Treysa
Tel. 06691 18-1105


