
Bibel
Eine Kirche als Geschenk
Die Hephata-Bibel ist ein Geschenk der Deutschen Kaiserin Auguste Viktoria. Sie hat die Bibel unterschrieben und Hephata am 15. August 1906 geschenkt.
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An diesem Tag ist die Hephata-Kirche offiziell eröffnet worden. Zur Eröffnung der Kirche ist auch der Kirchen-Schlüssel hergestellt worden.
Die Kaiserin ist für die Eröffnung der Kirche extra nach Treysa gereist. Sie ist von ihrem Sommer-Schloss in Kassel-Wilhelmshöhe mit dem Zug nach Treysa gefahren. Vom Bahnhof ist sie dann mit einer Kutsche zum Haupt-Gelände Hephatas gefahren. Die Kaiserin soll 3 Stunden in Treysa gewesen sein. Denn sie hat eine besondere Beziehung zur Hephata-Kirche gehabt. Die Hephata-Kirche ist ein Geschenk des Kommunal-Landtags der Region gewesen. Der Kommunal-Landtag hat Hephata die Kirche zur Silbernen Hochzeit des Kaiser-Paares geschenkt.
Damals sind Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelm II. das Deutsche Kaiser-Paar gewesen. Kaiserin Auguste Viktoria ist die letzte Deutsche Kaiserin gewesen. Sie ist Mitglied der Evangelischen Kirche gewesen und hat einen sehr starken Glauben an Gott gehabt. Sie hat sich sehr im sozialen Bereich eingesetzt. Die Gründung der Evangelischen KircheSie hat zum Beispiel die Frauen-Bewegung unterstützt und sich für mehr Bildung von Mädchen und jungen Frauen stark gemacht. Außerdem hat sie sich sehr für den Bau von Kirchen eingesetzt. Deshalb hat sie von der Bevölkerung auch diesen Namen bekommen: Kirchen-Guste.
In der Hephata-Kirche hat aber noch ein anderes wichtiges Ereignis stattgefunden: Hier ist vom 27. bis 31. August 1945 die Kirchenkonferenz von Treysa gewesen. Zu der Kirchenkonferenz in der Hephata-Kirche sind 120 Vertreter der 28 deutschen Landes-Kirchen gekommen. Sie haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nach dem 2. Welt-Krieg gegründet.
Die Vertreter der Landes-Kirchen haben 1945 in der Hephata-Kirche auch noch gegründet: Das Evangelische Hilfswerk. Aus dem Evangelischen Hilfswerk hat sich später das Diakonische Werk entwickelt. Hephata gehört auch zum Diakonischen Werk.
Die Hephata-Kirche gehört zu Hephata. Hephata finanziert die Pflege und Verwaltung der Kirche aus eigenen finanziellen Mitteln. Die Pfarrerin der Hephata-Kirchengemeinde steht im Dienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Sie ist für die Arbeit in der Hephata-Kirchengemeinde frei-gestellt.
Die Hephata-Kirchengemeinde ist keine Regel-Kirchengemeinde. Mitglieder der Evangelischen Kirche, die in der Nähe der Hephata-Kirche wohnen: Sie gehören offiziell zur Kirchengemeinde Franz-von-Roques. Das ist die Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Treysa. Die Menschen können aber zusätzlich auch zur Kirchengemeinde Hephatas gehen. Hier leben Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen ihren Glauben an Gott.
Das Foto zeigt: Die Kaiserin bei der Eröffnung der Hephata-Kirche im Jahr 1906.