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Sie stehen hier vor einem großen Schnee-Besen und einem alten Topf. Warum das? Weil sich die Ausstellung Hephata: 125 Jahre – 125 Gesichter in der Alten Küche der Hephata Diakonie befindet. Hier ist im Jahr 1904 die erste zentrale Küche Hephatas in Betrieb gegangen. 

Damals haben auf dem Haupt-Gelände Hephatas zwischen 300 und 400 Menschen gelebt. Die Alte Küche ist eigentlich ein großer Saal gewesen. Trotzdem sind die Räume der Alten Küche schnell zu klein gewesen: Denn Hephata ist schnell gewachsen. Ein weiteres Problem ist der Dampf gewesen, der beim Kochen entstanden ist. Er hat in der Alten Küche nicht gut abziehen können. Das hat für hohe Temperaturen gesorgt, bei denen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten mussten. Außerdem hat der Dampf auch Schäden an den Wänden und an der Decke hinterlassen: Sie sind alle paar Jahre neu gestrichen worden.

Doch ein Teil des Dampfes ist ab dem Jahr 1915 auch gut genutzt worden. Der Dampf ist in einer Leitung unter der Straße in die Kirche geleitet worden. Dort ist der Dampf reduziert worden. Dann ist damit die Kirche geheizt worden. Das ist damals eine ganz besondere Technik gewesen.

Die Alte Küche ist bis 1998 in Betrieb gewesen

Im Jahr 1971 ist die Alte Küche renoviert worden: Unter anderem sind Kacheln an die Wände und auf den Fußboden gekommen. Einige der großen Koch-Kessel und die Fenster sind neu gemacht worden. Vor allem aber ist eine Lüftungs-Anlage in die Alte Küche gebaut worden. Damals sind bereits 950 Essen am Tag gekocht worden.

Die Alte Küche ist im Jahr 1998 außer Betrieb gegangen. Denn in diesem Jahr ist offiziell das Speisen- und Versorgungs-Zentrum eröffnet worden. Es befindet sich gegenüber der Hephata-Kirche. Hier werden aktuell montags bis freitags jeweils 1.300 Mittagessen gekocht. An den Wochenenden, Sonntagen und Feiertagen sind es in der Regel 700 Essen. 

Davon sind 120 Diät-Essen. Die sind beispielsweise für Bewohner und Bewohnerinnen, die Allergien gegen Lebensmittel haben. Das Mittagessen ist für Wohn-Gruppen, Mitarbeiterund Mitarbeiterinnen, Besucher und Besucherinnen, Schulen und Kindertagesstätten.

Für das Jubiläums-Jahr ist nun wieder Leben in die Alte Küche gekommen. Neben der Ausstellung findet sich in ihren Räumen auch ein kleinesCafé. Hier werden kleine Speisen und Getränke an die Besucher und Besucherinnen der Ausstellung verkauft. 

Die Räume der Alten Küche sollen auch nach der Ausstellung weiter genutzt werden. Zum Beispiel für Schulungen, Tagungen und das Arbeiten gemeinsam mit anderen.