Tracht
Tracht und Kittel
Die Diakonissen-Tracht ist die Kleidung einer Diakonisse. Die Tracht gibt es seit fast 200 Jahren.
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Der Brüder-Kittel ist die Kleidung der Brüder des Vereins Hessisches Brüderhaus gewesen. Der Verein hat sich 1901 gegründet. Die Menschen, die diese Kleidung getragen haben, spielen in der Geschichte Hephatas eine wichtige Rolle.
Sie sehen hier zum einen eine Diakonissen-Tracht. Sie sieht aus wie die Kleidung einer verheirateten Bürgerin von damals. Die Tracht besteht aus einem langen dunkelblauen Kleid mit einem weißen Kragen. Dazu tragen die Diakonissen eine weiße Haube. Später ist eine Schürze dazu gekommen.
Diakonissen arbeiten oft für die Evangelische Kirche und Diakonie als Pflegerinnen, Erzieherinnen und Krankenschwestern. Sie sind nicht verheiratet, arbeiten und leben zusammen in einer Gemeinschaft. Ihr Einkommen geben sie an die Gemeinschaft ab.
Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike haben im Jahr 1836 in Kaiserswerth die 1. Diakonissen-Anstalt gegründet. Theodor Fliedner hat auch die Idee für die Diakonissen-Tracht gehabt.
Auf dem Haupt-Gelände Hephatas haben vor mehr als 150 Jahren zum ersten Mal Diakonissen gelebt und gearbeitet. Sie sind Diakonissen des Kurhessischen Diakonissenhauses in Kassel gewesen und später nach Kassel zurück gegangen.
Die Gebäude in Treysa hat das Kurhessische Diakonissenhaus 1901 an den Verein Hessisches Brüderhaus übergeben. Aus dem Verein hat sich später Hephata entwickelt. Die letzte Diakonisse Hephatas ist Schwester Esther Wißmann gewesen. Sie hat bis 1989 das Haus Bethanien der Sozialen Teilhabe (früher Behindertenhilfe) geleitet. Das Haus Bethanien ist damals ein Wohn-Haus für Menschen mit Behinderungen gewesen. Heute gehören noch 12 Diakonissen zum Kurhessischen Diakonissenhaus in Kassel.
Der Brüder-Kittel der Diakone
Sie sehen an dieser Station auch einen Brüder-Kittel.Der Brüder-Kittel stammt aus der Zeit des Hessischen Brüderhauses zwischen den Jahren 1901 und 1975.
Der Verein Hessisches Brüderhaus hat sich im Jahr 1901 gegründet. Aus ihm sind 1973 das Hessische Diakoniezentrum Hephata e.V. und die Brüderschaft entstanden. Später ist aus der Brüderschaft die Diakonische Gemeinschaft Hephata geworden.
Bis heute werden hier Diakone und Diakoninnen ausgebildet. Erst haben nur Männer die Ausbildung gemacht. Sie haben auf dem Haupt-Gelände Hephatas gelebt und gearbeitet. Sie haben hier Menschen mit Behinderungen, Jugendliche und Kinder betreut. Weiter auf der nächsten Tafel
Das Foto zeigt: Die Haus-Regeln des Hessischen Brüderhauses in Sütterlin-Schrift.
Bei der Arbeit haben die Diakone die Brüder-Kittel getragen. Das sind dunkelblaue Hemden mit Knöpfen. Später hat es zu den Brüder-Kitteln auch noch eine Schürze gegeben. Jeder Bruderhat Kittel für den Alltag und einen Kittelfür die Sonntage bekommen. Die Sonntags-Kittel haben einen feinen Stoff und einen weißenKragen gehabt.
Die erste Diakonin ist 1970 ausgebildet worden
Ein Schneider des Hessischen Brüderhauses hat die Kittel individuell genäht. Dabei hat es im September 1970 etwas Besonderes gegeben: Die erste Diakonin wurde ausgebildet und als Schwester in die Brüderschaft aufgenommen. Für sie wurden extra 2 Schwestern-Kittel genäht.
Die Diakonische Gemeinschaft Hephata von heute gibt es seit dem Jahr 2004. Zur Diakonischen Gemeinschaft Hephata gehören heute mehr als 400 Frauen und Männer aus ganz Deutschland.
Sie arbeiten in pädagogischen, sozialen und Pflege-Berufen. Nicht alle Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata sind Diakone oder Diakoninnen. Die Diakonische Gemeinschaft setzt sich für Diakonie, Kirche und eine soziale Gesellschaft ein.
Auf der Rück-Seite der beiden Tafeln können Sie die ersten Haus-Regeln des Hessischen Brüderhauses lesen. Die Haus-Regeln des Hessischen Brüderhauses sind im Original in Sütterlin-Schrift geschrieben worden.
Die Sütterlin-Schrift ist eine alte Schrift der deutschen Sprache. Sie ist ungefähr in den Jahren 1911 bis 1942 in deutschen Schulen genutzt worden. Eine Übersetzung des Textes in die deutsche Sprache von heute können Sie direkt unterdem Original-Text lesen. Diese Übersetzung ist nicht in Einfacher Sprache.
Das Foto ist eines der ältesten Fotos zur Geschichte Hephatas. Das Foto zeigt: Pfarrer August Ernst Hermann Schuchard mit Diakonen. August Ernst Hermann Schuchard hat den Verein Hessisches Brüderhaus mit-gegründet.


