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Beschützte Unterbringung

Beschützte Unterbringung bei akuten psychischen Krisen

Auf unserer beschützten Station 4 behandeln und betreuen wir bis zu 21 erwachsene Menschen in akuten Krisen psychischer Erkrankungen. 

Nummer für psychiatrische Notfälle:

06691 / 18-2140 sowie tagsüber auch unter 0175 7896483.

Die vorrübergehende beschützte Unterbringung in einem geschlossenen Bereich unserer Fachklinik ist dann sinnvoll, wenn von den Patient*innen aufgrund des Schweregrads der Erkrankung eine erhebliche Eigen- oder Fremdgefährdung ausgeht, die nicht anderweitig vermieden werden kann.

Wir behandeln auf unserer beschützten Station Menschen mit Erkrankungen aus dem gesamten psychiatrischen Erkrankungsspektrum. Dabei ist nicht die Erkrankung als solche ausschlaggebend, sondern deren Schweregrad und die akute Eigen- oder Fremdgefährdung, die von ihr ausgehen kann. Dies ist prinzipiell bei allen psychiatrischen Erkrankungen zeitweise oder auch wiederholt möglich. 

Unter anderem behandeln wir in unserer beschützten Unterbringung Menschen mit:

  • Konkreten Suizidgedanken oder nach einem Suizidversuch
  • Anpassungsstörungen bei belastenden Lebensveränderungen
  • Persönlichkeits- oder Angststörungen
  • Schweren Depressionen
  • Schizophrenien
  • Manien
  • Suchterkrankungen
  • Organisch bedingten psychiatrischen Erkrankungen
  • Intelligenzminderungen mit herausfordernden Verhaltensweisen
  • Fremdaggressiven Verhaltensweisen

Zudem finden auch Patient*innen mit schweren chronischen psychiatrischen Erkrankungen, die sich auf den offenen Stationen unseres Hauses nicht gut zurechtfinden können, hier Betreuung und Begleitung. 

Patient*innen, die zu uns in die beschützte Unterbringung kommen, befinden sich in akuten Krisen. In dieser Notfall-Situation sind die Betroffenen meist nicht in der Lage, verantwortungsvolle Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Sie kommen häufig auf Empfehlung oder mit einer Einweisung von Haus- oder Fach*ärztinnen, dem ärztlichen Notdienst, eines anderen Krankenhauses oder Behörden zu uns. Rechtliche Grundlage sind das PsychKHG oder FamFG. 

„Menschen, die zu uns in die beschützte Unterbringung kommen, sind sie in einer akuten Notsituation. Sie benötigen vor allem Verständnis, Erfahrung, Ruhe, Zeit und die richtige Akuttherapie, bevor wir gemeinsam mit ihnen an Krankheits-Ursachen und Perspektiven arbeiten können.“

Chefärztin Magistar Yuliya Blatska

Unsere beschützten Unterbringung bietet Platz für 21 erwachsene Frauen und Männer, die sowohl in Doppel- als auch Einzelzimmern untergebracht sind. Zur Station zählen auch drei Überwachungszimmer.

Wenn die akute Krise wieder abgeklungen ist, können die Patient*innen entlassen und stationär in einer unserer offenen Stationen oder ambulant in unserer Tagesklinik oder Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) weiterbetreut werden. Ziel unserer Therapie ist es, eine selbstständige und zufriedene Lebensführung zu ermöglichen. Wir legen bei unserer Behandlung großen Wert auf einen fachlich hoch qualifizierten, respektvollen, vertrauensvollen und menschlichen Umgang miteinander. 

Wir arbeiten auch in unserer beschützten Unterbringung interdisziplinär und vereinen medikamentöse, psychotherapeutische und soziotherapeutische sowie physiotherapeutische Maßnahmen. Hier arbeiten Ärzt*innen und Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie, psychologische Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen und Konsiliarärzt*innen für die Bereiche Innere Medizin und Neurologie zusammen. 

Hinzu kommen Pflegekräfte der Psychiatrie, unter anderem mit Weiterbildungen als Deeskalationstrainer*innen, Pflegefachkräfte und Krankenpflegehelfer*innen, Physio- und Ergotherapeut*innen sowie Sozialarbeiter*innen. Wir arbeiten außerdem eng mit Fach-Organisationen, Beratungsstellen und Vereinen zusammen. 

Die medizinische Leitung unserer beschützten Station hat Chefärztin Magistar Yuliya Blatska inne. 

Unsere Fachklinik ist für die akute psychiatrische Versorgung im südlichen Schwalm-Eder-Kreis zuständig und damit die vom Land Hessen bestimmte Pflichtversorgerin. Wir nehmen akut erkrankte Patient*innen aus unserem Pflichtversorgungsgebiet jederzeit auf, aus anderen Versorgungsgebieten soweit dies möglich ist. 

Unser Pflichtversorgungsgebiet umfasst:

  • Bad Zwesten mitBetzigerode, Niederurff, Oberurff-Schiffelborn, Wenzigerode
  • Borken mitGroßenenglis, Gombeth, Singlis, Lendorf, Freudenthal, Pfaffenhausen, Stolzenbach, Dillich, Haarhausen, Nassenerfurth, Trockenerfurth, Arnsbach, Kleinenglis, Kerstenhausen
  • Frielendorf mit Allendorf, Gebersdorf, Großropperhausen, Lanertshausen, Leimsfeld, Lenderscheid, Leuderode, Linsingen, Obergrenzebach, Schönborn, Siebertshausen, Spieskappel, Todenhausen, Verna, Welcherod
  • Gilserberg mit Appenhain, Heimbach, Itzenhain, Lischeid, Moischeid, Sachsenhausen, Schönau, Schönstein, Sebbeterode, Winterscheid
  • Jesberg mit Densberg, Hundshausen, Elnrode-Strang, Reptich
  • Knüllwald mit Appenfeld, Berndshausen, Ellingshausen, Hausen, Hergetsfeld, Lichtenhagen, Nausis, Nenterode, Niederbeisheim, Oberbeisheim, Reddingshausen, Remsfeld, Rengshausen, Schellbach, Völkershain, Wallenstein
  • Neuental mit Bischhausen, Dorheim, Gilsa, Neuenhain, Römersberg, Schlierbach, Waltersbrück, Zimmersrode
  • Neukirchen mit Asterode, Christerode, Hauptschwenda, Nausis, Riebelsdorf, Rückershausen, Seigertshausen, Wincherode
  • Oberaula mit Hausen, Friedigerode, Ibra, Olberode, Wahlshausen
  • Ottrau mit Immichenhain, Weißenborn, Görzhain, Schorbach, Kleinropperhausen
  • Schrecksbach mit Holzburg, Salmshausen, Röllshausen, Schönberg, Trockenbach
  • Schwalmstadt mit Allendorf an der Landsburg, Ascherode, Dittershausen, Florshain, Frankenhain, Michelsberg, Niedergrenzebach, Rommershausen, Rörshain, Trutzhain, Wiera
  • Schwarzenborn mit Grebenhagen
  • Willingshausen mit Gungelshausen, Leimbach, Loshausen, Merzhausen, Ransbach, Steina, Wasenberg, Willingshausen, Zella

Nummer für psychiatrische Notfälle:

06691 / 18-2140 sowie tagsüber auch unter 0175 7896483.