Zum Hauptinhalt springen

Bitte ackern Sie mit!

Wo Vertrauen Wurzeln schlägt

Wir ackern für Menschlichkeit. Seit 125 Jahren.

Oft steht man vor einer Aufgabe, die man noch nie zuvor bewältigt hat. Dabei können Zweifel aufkommen und man fragt sich: Schaffe ich das überhaupt?

So beginnt es für viele junge Menschen bei Hephata. Manche halten zum ersten Mal eine Heckenschere in der Hand, andere starten zum ersten Mal einen Rasenmäher. Wir nehmen uns Zeit und sagen: "Komm, wir machen das zusammen." So lange, bis es allein geht.

Dann kommt dieser eine Tag. Jemand mäht zum ersten Mal ganz alleine eine Wiese. Er dreht sich um, sieht die grünen Bahnen hinter sich und weiß: Das war ich. Am Abend geht er mit stolzer Brust und leuchtenden Augen nach Hause.

„Man sieht einfach, was man am Tag gemacht hat.“

Pascal Kessler

Das war nicht immer selbstverständlich. Lisa Balke kennt die ersten, vorsichtigen Schritte. Die 30-Jährige leitet eine Arbeitsgruppe in der Gärtnerei und begleitet junge Menschen im Berufsbildungsbereich. Hier zählt nicht, wie viel man schafft, sondern was in einem steckt.

Lisa weiß, wie viel Mut es kostet, etwas zum ersten Mal zu wagen. Sie hört zu, schaut hin, fragt nach. Wird es jemanden zu viel, wartet der Rasen eben. Dann setzt sie sich dazu und schenkt Zeit. Genau das gibt Halt und irgendwann den Mut, sich Dinge zuzutrauen, die vorher unerreichbar schienen.

Pascal ist angekommen. Die Anlagenpflege ist sein Beruf, und er will bleiben. Am liebsten für immer. Hinter ihm entsteht Bahn um Bahn frisches Grün. Man sieht es, dort wächst nicht nur Gras. Dort wächst ein Mensch über sich hinaus.

Der Weg ins Arbeitsleben

Hephata eröffnet Menschen mit Behinderung berufliche Perspektiven und echte Teilhabe am Arbeitsleben. Viele junge Leute starten nach der Schule in unserem Berufsbildungsbereich (BBB). Gut zwei Jahre lang lernen sie dort verschiedene Arbeitsfelder kennen, entdecken ihre Stärken und finden heraus, was ihnen liegt. In unseren eigenen Betrieben wie der Gärtnerei und der Anlagenpflege finden Sie anschließend einen festen Arbeitsplatz, oft für viele Jahre.