
Gedenkbuch zu NS-Opfern aus Hephata
Namen statt Zahlen: Ein Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus
Fast 400 Seiten gegen das Vergessen: Das neue Gedenkbuch von Peter Göbel-Braun erinnert an mehr als 460 Frauen, Männer und Kinder aus Hephata, die während der NS-Zeit verfolgt, ausgegrenzt, zwangssterilisiert, deportiert oder ermordet wurden. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Hephata Diakonie gibt das Buch den Betroffenen ihre Namen und Geschichten zurück.
Wer waren die Menschen hinter den Zahlen? Wer waren die Frauen, Männer und Kinder, die während des Nationalsozialismus aus Hephata deportiert, entrechtet und vielfach ermordet wurden?
Das Gedenkbuch von Peter Göbel-Braun rückt ihre Schicksale in den Mittelpunkt. Es dokumentiert die Lebenswege von Menschen, die der nationalsozialistischen Eugenik, Zwangssterilisation und sogenannten „Euthanasie“ ausgesetzt waren, und ordnet diese in ihren historischen Kontext ein.
Für das Buch sichtete der Autor über vier Jahre hinweg Akten, Kirchenbücher und Archivunterlagen, recherchierte Namen, Lebensgeschichten und historische Zusammenhänge. Peter Göbel-Braun ist Diplom-Pädagoge, Pfarrer im Ruhestand, ehemaliger Direktor der Hephata Diakonie und Mitglied der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. Entstanden ist ein Werk, das wissenschaftliche Recherche mit persönlichen Schicksalen verbindet und einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet.
„Das Buch lässt Menschen und Lebensbilder aufscheinen, die zu uns gehörten, die verlegt und teilweise vernichtet wurden – aber nicht vergessen werden sollen. Denn wenn wir sie vergessen, vergessen wir uns selbst“
Zahlreiche Fotos, Dokumente und historische Einordnungen machen die Schicksale der Betroffenen greifbar. Das nahezu 400 Seiten starke Werk versammelt die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungs- und Erinnerungsarbeit und erscheint erstmals zum 125-jährigen Bestehen der Hephata Diakonie.


